Letztes Update am Mo, 05.11.2018 16:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iran-Sanktionen - US-Sondergesandter kritisiert „Verbrecher-Regime“



Wien (APA) - Der US-Sonderbeauftragte für den Iran, Brian Hook, hat die Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran verteidigt und damit gerechtfertigt, dass das Verhalten des „verbrecherischen Regimes“ in Teheran geändert werden müsse. Die USA würden auch in Zukunft alle dafür notwendigen Schritte unternehmen, so Hook am Montag gegenüber Journalisten bei einer Telefonkonferenz.

Die aktuellen Entwicklungen seien die Konsequenz aus dem Verhalten des „Verbrecher-Regimes“ in Teheran, erklärte Hook. Der Preis, den die iranische Bevölkerung für das Verhalten ihrer Regierung bezahlen müsse, sei „enorm“. Aber nicht nur die Bürger würden unter dem Regime leiden, auch der globale Friede werde durch den Iran immer wieder bedroht. Seit der Islamischen Revolution 1979 sei Teheran für Terroranschläge in mehr als 20 Ländern auf fünf Kontinenten verantwortlich.

Vom Plan der EU, die neuen US-Sanktionen gegen den Iran zu umgehen, hält Hook wenig. Für die Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle/SPV), die die Europäer gründen wollen, bestehe derzeit zu wenig Nachfrage, betonte der Iran-Beauftragte der USA. Bereits jetzt würden viele europäische Unternehmen den amerikanischen Markt dem iranischen vorziehen. Und: „Wer im Iran investiert, kann nie ganz sicher sein, ob er dabei nicht auch Terror mitfinanziert“, warnte Hook.

Trotzdem blieben die USA weiterhin offen für Gespräche mit Teheran, beteuerte der Diplomat. Durch die „härtesten Sanktionen aller Zeiten“ wolle man erwirken, dass die iranische Regierung an den Verhandlungstisch zurückkehre. Diese Strategie habe sich auch in der Vergangenheit bewährt.




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