Letztes Update am Mo, 05.11.2018 16:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flächenbrand am Salzburger Untersberg: Löschhubschrauber im Einsatz



Grödig/Salzburg (APA) - Zu einem Flächenbrand ist es heute, Montag, unterhalb einer Seilbahnstütze am Salzburger Untersberg bei Grödig (Flachgau) gekommen. Ersten Informationen zufolge dürften Metallschneidearbeiten an der Stütze 1 den Waldboden entzündet haben. Acht Arbeiter, die mit Revisionsarbeiten beschäftigt waren, wurden von einem Hubschrauber unverletzt geborgen. Vier Helikopter löschten den Brand.

Vermutlich haben von der Stütze abfallende Teile oder Funkenflug die Latschen in steilem, unwegsamen Gelände in Brand gesetzt. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde auch ein Bolzen an der Stütze herausgeschnitten. Das Feuer brach am späten Vormittag aus. Es hat sich auf einer Fläche ausgebreitet, die etwa so groß ist wie ein halbes Fußballfeld, erklärte Katastrophenschutzreferent Michael Walder von der Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung gegenüber der APA. Die Gondelbahn auf den Untersberg war zum Zeitpunkt des Brandausbruches außer Betrieb.

Damit die Seilbahnstütze durch das Feuer nicht in Mitleidenschaft gerät, wurde sofort mit den Löscharbeiten begonnen. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bundesheeres, der Polizei und der Bergrettung standen im Einsatz. Vier Hubschrauber wurden mit Löschtanks ausgestattet. Sie flogen literweise Wasser auf den Berg, um das Feuer zu bekämpfen. Es handelte sich um einen Polizeihubschrauber sowie um eine Alouette III und eine Augusta Bell 212 des Bundesheers. „Um 15.00 Uhr kam noch ein S-70 ‚Black Hawk‘ Transporthubschrauber zur Unterstützung“, schilderte Wolfgang Riedlsperger vom Militärkommando Salzburg.

Je nach Tragfähigkeit der Hubschrauber wurden in den Löschbehältern pro Flug zwischen 500 und 700 Liter, im „Black Hawk“ sogar 3.000 Liter Wasser auf die Brandherde abgeworfen. Die acht Arbeiter, die mit Renovierungsarbeiten beschäftigt waren, konnten selbstständig von der Stütze abklettern. Sie wurden vom Bundesheerhubschrauber mit Hilfe eines Seils geborgen und mit der „Alouette“ III ins Tal geflogen. Die Personenbergung wurde von der Bergrettung Grödig unterstützt.

„Grundsätzlich ist der Brand soweit gelöscht. ‚Brand aus‘ wurde aber noch nicht gegeben“, sagte der Katastrophenschutzreferent am späten Nachmittag zur APA. Er ging davon aus, dass die Löscharbeiten noch heute abgeschlossen werden. Laut Polizei wird das betroffene Gebiet in den Nachtstunden noch mit einer Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers überprüft, um etwaige Glutnester aufzuspüren. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Personen zu Schaden gekommen, hieß es. Definitiv geklärt war die Brandursache am Nachmittag noch nicht.




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