Letztes Update am Mo, 05.11.2018 18:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas haben den Handel am Montag ohne klare Richtung beendet. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um moderate 0,09 Prozent auf 3.217,37 Einheiten. Auch der britische FTSE-100 stieg leicht um 0,14 Prozent, während der DAX in Frankfurt 0,21 Prozent abgab.

Nach den Kursgewinnen der Vorwoche hielten sich die Anleger zum Start der neuen Handelswoche allerdings merklich zurück. Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump noch Zuversicht für eine baldige Einigung demonstriert. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow dämpfte diese Erwartungen am Wochenende jedoch wieder und sagte, die Washingtoner Regierung arbeite bisher nicht an einem konkreten Plan für ein Handelsabkommen mit China.

Belastend hinzu kamen schwache Daten aus China. Daneben warten die Anleger bereits auf die in der laufenden Woche anstehenden US-Parlamentswahlen und bleiben im Vorfeld dazu in Deckung.

Ins Visier der Marktteilnehmer rückten zudem die Ölpreise, nachdem heute neue US-Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor in Kraft getreten sind. Sorgen um ein mangelndes Angebot kamen jedoch nicht am Markt auf. Nachdem die Ölpreise zunächst kaum auf die neuen Sanktionen reagiert hatte, kam es im Späthandel dann zu einer Aufwärtsbewegung am Ölmarkt. In den vergangenen vier Wochen waren die Preise insgesamt um etwa 15 Prozent gefallen. Die Analysten der Commerzbank erklären dies mit der deutlichen Ausweitung des Ölangebots durch OPEC, Russland und die USA.

Auch Einzelwerte aus der Öl- und Versorgerbranche gingen fester aus dem Handel. An die Spitze des Euro-Stoxx-50 zogen Total mit plus 2,29 Prozent. Gesucht waren außerdem Engie (plus 1,22 Prozent) und Eni (plus 0,60 Prozent). Daneben waren Telekom-Aktien wie Orange (plus 1,47 Prozent) und Telefonica (plus 0,99 Prozent) unter den größten Kursgewinnern angesiedelt.

Nach den am Freitagabend veröffentlichten Ergebnissen des Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) gerieten indessen Bankwerte in Italien unter Druck. Die Institute hatten erwartungsgemäß schwach bei dem Test abgeschnitten. Zusätzliche belastet wurde die Stimmung von einem negativen Kommentar der US-Bank Goldman Sachs. Die Aktien der Intesa Sanpaolo waren mit minus 1,51 Prozent unter den größten Kursverlierern des Euro-Stoxx-50 zu finden. UniCredit sanken um 1,80 Prozent und Banco BPM verloren 2,14 Prozent.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.177,72 -13,08 -0,41 3.190,80 Frankfurt DAX 11.494,96 -24,03 -0,21 11.518,99 London FT-SE-100 7.103,84 9,72 0,14 7.094,12 Paris CAC-40 5.101,39 -0,74 -0,01 5.102,13 Zürich SPI 10.614,81 -1,23 -0,01 10.616,04 Mailand FTSEMIB 19.281,03 -109,31 -0,56 19.390,34 Madrid IBEX-35 9.010,70 17,70 0,20 8.993,00 Amsterdam AEX 521,94 0,14 0,03 521,80 Brüssel BEL-20 3.508,34 -13,59 -0,39 3.521,93 Stockholm SX Gesamt 1.539,01 -12,38 -0,80 1.551,39 Europa Euro-Stoxx-5 3.217,37 2,96 0,09 3.214,41

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Euro-Stoxx 354,99 -0,77 -0,22 355,76 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA431 2018-11-05/18:04




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