Letztes Update am Mo, 05.11.2018 18:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Börse London schließt moderat im Plus



London (APA) - Die Börse London hat den Handel am Montag mit einem moderaten Plus beendet. Der FT-SE-100 Index schloss bei 7.103,84 Punkten und einem Aufschlag von 9,72 Einheiten oder 0,14 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 28 Gewinner und 72 Verlierer gegenüber. Ein Wert schloss unverändert.

An Europas Festlandbörsen gab es keine einheitliche Richtung zu sehen. Nach den Kursgewinnen der Vorwoche sorgte der laufende Handelsstreit zwischen den USA und China zum Wochenstart nach gemischten Signalen aus den USA wieder für Unsicherheit. Belastend hinzu kamen schwache Daten aus China. Daneben warten die Anleger bereits auf die in der laufenden Woche anstehenden US-Parlamentswahlen und halten sich im Vorfeld mit Engagements zurück.

In Großbritannien standen heute Daten aus dem Servicesektor auf der Agenda. Der Einkaufsmanagerindex fiel laut Daten des Instituts IHS Markit im Oktober um 1,7 auf 52,2 Punkte und erreichte damit den niedrigsten Wert seit März. Falls es nicht zu einer Trendwende komme, zeichne sich für das vierte Quartal nur ein mageres Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent ab, so Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson: „Die enttäuschenden Zahlen aus dem Service-Sektor sind ein weiterer Hinweis darauf, dass die Sorgen über den Brexit zusehends auf die Wirtschaft durchschlagen.“

Die britische Regierung versuchte heute indessen, die Stimmung diesbezüglich etwas aufzuhellen. Sie sieht in den Brexit-Verhandlungen beim Thema Finanzdienstleistungen eine Einigung in Reichweite. „Ich bin extrem zuversichtlich, dass wir in Kürze eine Vereinbarung erzielen werden“, sagte der für das Thema zuständige Wirtschaftssekretär im Finanzministerium, Jon Glen. Es gebe eine gemeinsame Basis.

Das Vereinigte Königreich will Ende März die EU verlassen. Ohne eine Regelung würden in London ansässige Finanzinstitute dann keine wichtigen Dienstleistungen mehr für EU-Kunden erbringen können.

Die Aktien wichtige britischer Banken zeigten sich zum Wochenstart im Minus. Royal Bank of Scotland verloren 0,45 Prozent und HSBC gaben 0,82 Prozent ab. Auch Barclays (minus 0,47 Prozent) und Lloyds (minus 1,55 Prozent) schlossen tiefer. Beide Bankhäuser schnitten beim zuletzt durchgeführten Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) schwach ab.

~ ISIN GB0001383545 ~ APA432 2018-11-05/18:04




Kommentieren