Letztes Update am Mo, 05.11.2018 18:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Angesichts der Hängepartie im internationalen Handelsstreit haben sich die DAX-Anleger zu Wochenbeginn zurückgehalten. Der deutsche Leitindex schloss am Montag 0,21 Prozent tiefer bei 11.494,96 Punkten, nachdem er in der Vorwoche noch fast 3 Prozent gewonnen hatte. In der zweiten deutschen Börsenreihe verlor der MDAX der mittelgroßen Werte 0,91 Prozent auf 24.250,56 Punkte.

Laut Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners glauben die Investoren noch nicht vollständig an eine baldige Lösung im Handelskonflikt zwischen China und den USA, die den Markt in der Vorwoche nach den zuvor verzeichneten kräftigen Kursverlusten nach oben getrieben hatte. „Die Anleger wollen keine Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump hören, sie wollen Fakten und Lösungen sehen“, sagte der Experte. Laut Investmentanalyst Frank Klumpp von der Landesbank Baden-Württemberg braucht eine Annäherung aber Zeit.

Allgemein gefragt waren defensive Branchen wie Telekom-, Versorger-oder Pharmawerte. Am DAX-Indexende dagegen zollten die Aktien des Chipherstellers Infineon ihrer jüngsten Rally mit einem Abschlag von fast 4 Prozent Tribut.

Im MDAX lagen Wacker Chemie mit plus 5,18 Prozent an der Spitze: Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf Medienberichte, wonach China die Obergrenze für installierte Solaranlagen anheben könnte. Der Spezialchemiekonzern wäre mit seinen Produkten ein möglicher Profiteur davon.

Außerdem kletterten Siemens Healthineers im Index mittelgroßer Werte um fast 3 Prozent, nachdem der Hersteller von Medizintechnik im vierten Geschäftsquartal positiv überrascht hatte. Mit mehr als 7 Prozent Plus schwappte dies auch auf die Papiere des im SDAX notierten Branchenkollegen Drägerwerk über.

Außerdem wurde im Kleinwerteindex der Kurs des Pumpenspezialisten Pfeiffer Vacuum mit gut 7 Prozent davon beflügelt, dass Großaktionär Busch über eine Tochtergesellschaft mittlerweile mehr als die Hälfte der Aktien hält. Dies sorgte am Markt für Fantasie, dass Busch den Anteil noch ausbauen könnte. Am Index-Ende sackten die Papiere von Grenke um rund 9 Prozent ab. Der IT-Leasinganbieter rechnet langfristig mit einem deutlich niedrigeren Leasing-Wachstum.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA434 2018-11-05/18:10




Kommentieren