Letztes Update am Di, 06.11.2018 08:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Aktienmarkt vorbörslich gut behauptet erwartet



Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Dienstag mit gut behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund fünf Punkte über dem Schluss-Stand vom Montag (3.177,72) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 3.160 und 3.207 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 3.192,00 Punkten aus.

Nach mehrheitlich positiven Vorgaben der Märkte in Asien und den USA wird auch das europäische Umfeld zu Handelsbeginn freundlich erwartet. Für etwas Zurückhaltung unter den Anlegern könnten die heute in den USA anstehenden ersten Zwischenwahlen in der Ära Donald Trump sorgen.

Datenseitig richteten sich die Blicke der Anleger im Frühhandel auf die deutschen Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes. Im weiteren Verlauf sollten dann die europäischen Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes in den Fokus rücken.

Unter den heimischen Einzelwerten stehen Andritz nach Zahlenvorlage für das dritte Quartal im Blickpunkt des Anlegerinteresses. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen sank um ein Zehntel auf 109,5 Mio. Euro, der Nettogewinn ging um 4,4 Prozent auf 56,4 Mio. Euro zurück. Auftragseingang und Umsatz legten im Jahresabstand zu. Den Ausblick fürs Gesamtjahr ließ Andritz unverändert, der Umsatz soll gegenüber 2017 stabil sein.

Am Montag hatte der ATX um 0,41 Prozent schwächer bei 3.177,72 Punkten geschlossen. Nach fünf Handelstagen in Folge mit Kursgewinnen verzeichnete der heimische Aktienmarkt wieder einen Verlusttag. Das europäische Börsenumfeld zeigte sich zur Wochenmitte ebenfalls verhalten.

Bei den Einzelwerten fielen Andritz-Aktien im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung mit einem Minus von 3,27 Prozent auf 45,00 Euro ans ATX-Ende. In den Fokus rückten außerdem die beiden Großbanken Erste Group und Raiffeisen Bank International (RBI). Am Freitagabend waren die Ergebnisse des Stresstests der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) präsentiert worden. Die beiden österreichischen Banken schnitten dabei im Rahmen der Erwartungen ab, blieben dabei jedoch unter dem EU-Durchschnitt. Die Titel der Erste Group büßten 0,50 Prozent auf 35,53 Euro ein, während die Papiere der RBI ihre Gewinne aus dem Frühhandel abgaben und um 0,16 Prozent tiefer bei 24,59 Euro aus dem Handel gingen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:

~ Lenzing +1,17% 82,35 Euro Palfinger +0,95% 26,50 Euro OMV +0,92% 49,46 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:

~ Porr -5,30% 24,10 Euro FACC -4,43% 15,98 Euro Andritz -3,27% 45,00 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA074 2018-11-06/08:33




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