Letztes Update am Di, 06.11.2018 12:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwerpunktkontrolle auf A4: Lkw müssen winterfest sein



Bruck a.d. Leitha/Wien (APA) - Auch für Schwerfahrzeuge gilt ab 1. November Winterausrüstungspflicht. 30 Beamte standen deshalb am Dienstag an drei Verkehrskontrollplätzen in Niederösterreich im Einsatz, um Lkw und Busse zu überprüfen. Eine Bilanz der Kontrolle wurde für 17.00 Uhr angekündigt.

Busse und Lkw über 3,5 Tonnen wurden ab 9.00 Uhr etwa an der Ostautobahn (A4) bei Bruck an der Leitha abgeleitet und kontrolliert. Sechs bis sieben Stunden wird der Einsatz dauern, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner im Gespräch mit der APA. „Wir wollen das Bewusstsein schärfen. Heute ist es trocken und es gibt Sonnenschein, aber das Wetter kann schnell umschlagen“, meinte er.

Nicht nur in Bruck an der Leitha fanden Überprüfungen statt. Erstmals wurde auch zeitgleich an dem erst im Sommer eröffneten Verkehrskontrollplatz Schrick in der Gemeinde Gaweinstal (Bezirk Mistelbach) an der Nord/Weinviertel Autobahn (A5) sowie an der Westautobahn (A1) bei Haag kontrolliert. Insgesamt standen 30 Beamte gemeinsam mit Mitarbeitern der Asfinag im Einsatz.

Schwerfahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen zumindest auf den Antriebsrädern Winterreifen montiert haben und geeignete Schneeketten mitführen - unabhängig davon, ob Schnee auf der Fahrbahn liegt oder nicht. Winterreifen sind mit den Bezeichnungen „M+S“, „M.S“ oder „M&S“ gekennzeichnet.

Bei den Kontrollen wurde auch überprüft, ob die Mindestprofiltiefe von sechs Millimeter bei Diagonalbauweise und fünf Millimeter bei Radialreifen passen, sagte Willy Konrath, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich. Bei Missachtung müssen ausländische Fahrer eine Sicherheitsleistung von 300 Euro pro Delikt bezahlen, inländische Fahrer werden angezeigt. Bei Gefahr im Verzug - etwa wenn die Bremsen defekt sind, der Lenker völlig übermüdet oder das Fahrzeug überladen ist - muss der Lkw abgestellt werden und darf nicht mehr weiterfahren.

Für den nordirischen Lenker Mark Bassett sind diese Kontrollen ständiger Begleiter. „Das ist völlig normal“, sagte er lächelnd und überreichte seine Papiere einem Beamten. Mit Cola-Sirup an Bord startete er am Freitag mit seiner Tour in Großbritannien. Gestern wurde er in Deutschland überprüft, heute nun in Österreich, kurz bevor er seine Ladung in der Bundeshauptstadt abliefern muss. Maximal eine dreiviertel Stunde dauert die Prozedur. „Die Lenker verstehen es im Großen und Ganzen. Sie haben ja selbst keine Freude mit schwarzen Schafen in der Branche“, meinte Schwaigerlehner.

2016 gab es bei 25 Prozent der Lkw Beanstandungen. Im vergangenen Jahr war das nur noch bei 20 Prozent der Fall. In diesem Jahr hofft man auf bessere Ergebnisse.

~ WEB http://www.asfinag.at ~ APA208 2018-11-06/11:58




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