Letztes Update am Di, 06.11.2018 13:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen tendieren zu Mittag weiter mit Verlusten



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf weiter in der Verlustzone tendiert. Vor den US-Zwischenwahlen dominiert an den Aktienmärkten die Zurückhaltung, hieß es aus dem Handel.

Im Fokus von Investoren stehen am Donnerstag die sogenannten „Midterm-Elections“ in den USA. Zwei Jahre nach dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump wird in den USA ein neuer Kongress gewählt. Die Republikaner müssen Umfragen zufolge befürchten, die Mehrheit im Repräsentantenhaus - dem Unterhaus im US-Parlament - zu verlieren.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 11,45 Einheiten oder 0,36 Prozent auf 3.205,92 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 11.480,68 Punkten und minus 14,28 Einheiten oder 0,12 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London verlor um 38,19 Zähler oder 0,54 Prozent und steht nun bei 7.065,65 Stellen.

Bei den Konjunkturdaten sorgten Auftragsdaten aus der Industrie für eine Überraschung: Die deutsche Industrie hat im September wegen der besseren Nachfrage aus der Eurozone und aus Deutschland mehr Aufträge an Land gezogen. Das Neugeschäft wuchs um 0,3 Prozent zum Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet.

Bei den Sektoren im Europa gab es zu Mittag keine Gewinner, stärkster Verlierer waren unterdessen die Bankwerte. Bei den Einzelwerten brachte die Unternehmensberichtssaison viele Impulse: Der britische Gauloises-Hersteller Imperial Brands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 2 Prozent gesteigert. Belastend wirkten jedoch Währungseffekte und der Einmaleffekt in Zusammenhang mit der Insolvenz des Lieferanten Palmer&Harvey. Das sorgte in London für ein Kursminus von 1,23 Prozent.

Ebenfalls in London legte das Unternehmen AB Foods Zahlen vor. Der Besitzer der Billigmodekette Primark hat im Mitte September abgelaufenen Geschäftsjahr drei Prozent mehr Gewinn eingefahren. Mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 1,4 Milliarden Pfund lag die Gruppe jedoch über den Erwartungen. Die Aktie setzte sich mit plus 2,30 Prozent an die Spitze im Londoner „Footsie“.

Ebenfalls in London verloren Aktien der Supermarktkette Morrisons um mehr als 6 Prozent und rangierten damit am unteren Ende der Kurstafel. Die um 5,6 Prozent höheren Verkaufszahlen auf vergleichbarer Basis (ohne Treibstoffe) blieben offenbar hinter den Analystenerwartungen für das dritte Quartal.

Einen Absturz nach Zahlen gab es in Dänemark bei Pandora-Papieren. Der Schmuckhersteller hat nach einem enttäuschenden dritten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gekippt und Kosteneinsparungen angekündigt. Die Aktie verlor in Kopenhagen 2,54 Prozent.

Bei Siemens Gamesa gab es ebenfalls Quartalszahlen. Der in Spanien beheimatete Windanlagenbauer leidet weiter unter dem Preisdruck in der Branche. Der Umsatz brach im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro ein. Der operative Rendite liegt unterdessen im Prognoserahmen. Die Papiere machten in Madrid einen Sprung nach oben um knapp 11 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA273 2018-11-06/13:19




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