Letztes Update am Di, 06.11.2018 13:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 17 Tote bei Flucht über das Mittelmeer nach Spanien



Madrid (APA/AFP) - Mindestens 17 Bootsflüchtlinge aus Afrika sind auf ihrem Weg über das Mittelmeer nach Spanien ums Leben gekommen. Vor der Küste der spanischen Enklave Melilla in Nordafrika seien am Montag zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt 93 Menschen an Bord entdeckt worden, teilten die Behörden mit.

13 von ihnen seien tot gewesen. Vier weitere Leichen von Flüchtlingen wurden laut Behörden am Montag rund hundert Meter vor der Küste von Cadix im Südwesten Spaniens gefunden.

In Cadix traf während eines Unwetters mit hohem Wellengang ein „sehr altes“ Holzboot mit 20 Flüchtlingen ein, „die nichts zu essen und zu trinken hatten“, wie der Zivilschutz mitteilte. An Bord des Bootes sollen nach Angaben der Insassen ursprünglich etwa 40 Menschen gewesen sein. Rund 20 Menschen galten deshalb als vermisst.

Spanien ist in diesem Jahr zum Hauptankunftsland von Flüchtlingen in Europa geworden. Seit Jahresbeginn kamen dort nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 47.500 Flüchtlinge an, die meisten in Booten über das Mittelmeer. 564 kamen bei der Überfahrt ums Leben oder gelten als vermisst. Die Zahl der Toten ist bereits drei Mal so hoch wie im Gesamtjahr 2017.




Kommentieren