Letztes Update am Di, 06.11.2018 13:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stiftung des Jahrhundert-Fotografen Cartier-Bresson neu eröffnet



Paris (APA/dpa) - Größer und mitten im Herzen von Paris: Die Stiftung des Jahrhundert-Fotografen Henri Cartier-Bresson ist nach mehr als zweijährigen Umbauarbeiten in ihre neuen Ausstellungsräume in die Nähe des Centre Pompidou und des Picasso-Museums gezogen.

Man habe mehr Platz gebraucht, wollte aber auch zentraler sein, sagte der Direktor François Hebel. Mit 900 Quadratmetern habe man die Gesamtfläche fast verdoppelt, auch die Archive habe man vereinen können, die zuvor auf mehrere Orte in Paris verteilt waren, sagte er.

Die Fondation ist in eine ehemalige Auto-Werkstatt im Marais-Viertel eingezogen, die vom Architektenbüro Novo futuristisch umgestaltet wurde. Die Ausstellungseröffnung ist Martine Franck gewidmet, der Frau des 2004 verstorbenen Fotografen, der für seine künstlerischen Schwarzweiß-Aufnahmen weltbekannt ist.

Cartier-Bresson war auch Regisseur, Maler und Mitbegründer der berühmten Fotoagentur Magnum. Die Stiftung wurde im Frühjahr 2003 von seiner Frau und ihrer gemeinsamen Tochter Mélanie gegründet. Mehr als 60.000 Abzüge und Dokumente umfassen die Archive der Einrichtung, die ursprünglich im Montparnasse-Viertel lag.

Rund 30.000 Abzüge stammen von Franck, die 2012 gestorben ist. Die gebürtige Belgierin hatte den 30 Jahre älteren Cartier-Bresson 1970 geheiratet. Auch sie arbeitete vorwiegend in Schwarzweiß. Ihre Porträt-und Landschaftsaufnahmen sind von großer Sensibilität und haben teilweise subtil-surrealistischen Charakter, wie die bis zum 10. Februar dauernde Eröffnungsausstellung zeigt.




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