Letztes Update am Di, 06.11.2018 15:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mann starb vor Wiener Spital: Stadt lässt Vorfall prüfen



Wien (APA) - Nachdem ein Mann vor dem Wiener Krankenhaus Göttlicher Heiland zusammengebrochen und später verstorben ist, lässt die Stadt die Abläufe im nun in der Kritik stehenden Ordensspital - es gehört nicht zum städtischen Krankenanstaltenverbund - prüfen. Das teilte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag in einer knappen Aussendung mit. Den Auftrag habe er der zuständigen MA 40 bereits erteilt.

Die FPÖ sah einstweilen Handlungsbedarf bei den juristischen Rahmenbedingungen. „Wenn ein Mann vor einem auf Herzerkrankungen spezialisierten Krankenhaus an einem Herzinfarkt sterben muss, weil die diensthabenden und auf solche Ernstfälle spezialisierten Ärzte das Krankenhausgebäude nicht verlassen dürfen, dann hat das Wiener Krankenanstaltengesetz ganz offensichtlich Lücken“, stellte der geschäftsführende Landesparteiobmann Johann Gudenus fest. Er forderte Hacker in einer Aussendung auf, „umgehend Maßnahmen zu setzen, damit sich derartige Tragödien nie wieder wiederholen“.

Laut Hacker-Büro existiert eine solche Vorgabe allerdings gar nicht. „Es gibt aus unserer Sicht keine Regelung im Wiener Krankenanstaltengesetz, die es verbietet, dass ein Arzt das Krankenhaus für einen Notfall verlässt“, wird ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats in einem Online-Artikel der „Presse“ am Dienstag zitiert: „Aber natürlich ist ein Arzt in einem Spital in erster Linie für seine Patienten verantwortlich.“




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