Letztes Update am Di, 06.11.2018 17:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rohstoffe (17.00) - US-Ölpreis im Verlauf tiefer



Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Dienstag im späten europäischen Handel klar schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 62,15 Dollar und damit um 1,51 Prozent weniger als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 72,04 Dollar gehandelt, ebenfalls um 1,5 Prozent tiefer als zuletzt.

Die Ölpreise hatten am Vortag kurzfristig zulegen können, haben die Gewinne aber inzwischen wieder abgegeben und handeln heute klar schwächer. Die USA wollen Südkorea, Japan, Indien, China, der Türkei, Taiwan, Italien und Griechenland für 180 Tage erlauben, weiterhin Öl aus dem Iran zu kaufen. Die genannten Länder nahmen bisher den Großteil der iranischen Ölexporte ab, kommentierten die Commerzbank-Analysten. Daher sei es wahrscheinlich, dass sich die iranischen Ölexporte auf ihrem aktuellen Niveau stabilisieren. In den kommenden Monaten könnten die Exporte sogar wieder steigen.

Für die Ölpreise sind das schlechte Nachrichten, weil sich damit die Versorgungslage am Ölmarkt weiter entspannen dürfte. In die gleiche Richtung dürfte auch der Monatsbericht der US-Energiebehörde heute Abend deuten. Denn es ist laut Commerzbank-Experten sehr wahrscheinlich, dass die EIA ihre Prognose für die US-Rohölproduktion nochmals nach oben revidiert.

Am späteren Dienstagnachmittag lag der Goldpreis in London bei 1.229,10 Dollar und damit kaum verändert gegenüber dem Schlusskurs von Montag von 1.230,99 Dollar. Gold zeigt sich damit im Vorfeld der US-Zwischenwahlen kaum bewegt. Sollte es überraschende Wahlergebnisse geben, werden sich diese wohl erst morgen im Goldpreis niederschlagen, wenn überhaupt, hieß es dazu von den Commerzbank-Experten. Gut weggesteckt hat der Goldpreis die schwache indische Goldnachfrage im Oktober.




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