Letztes Update am Di, 06.11.2018 17:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: Neues Mindestalter könnte WADA-Kandidatin Helleland stoppen



Montreal (APA/dpa) - Die mögliche Einführung eines Mindestalters von 45 Jahren für die künftige Vorsitzende der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat bei Sportlern für Verärgerung gesorgt. Denn durch den Antrag, über den auf der WADA-Sitzung in der nächsten Woche in Baku diskutiert wird, könnte die Kandidatur der Norwegerin Linda Helleland verhindert werden.

„Das ist komplett inakzeptabel“, teilten Biathlet Sebastian Samuelsson, Bahnradfahrer Callum Skinner und der paralympische Athlet Ali Jawad in einem gemeinsamen Brief als Mitglieder von „Athleten für einen sauberen Sport“ mit.

Viele Sportler unterstützen die Kandidatur der norwegischen Ministerin Helleland, die sich für drastische Veränderung innerhalb der zuletzt harsch kritisierten WADA ausgesprochen hat. Die 41-Jährige hatte als eines von nur zwei Mitgliedern in der WADA-Exekutive vergeblich gegen die Aufhebung der Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA gestimmt.

Die WADA teilte unterdessen mit, dass der Antrag nicht aus dem Vorstand gekommen sei. Demnach sollen afrikanische Verantwortliche den Vorschlag unterbreitet haben. Der Nachfolger des 77-jährigen WADA-Präsidenten Craig Reedie, der zugleich IOC-Mitglied ist, wird im kommenden Jahr bestimmt. Nach den Regeln der Agentur wird der kommende Präsident aus der Politik kommen.




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