Letztes Update am Di, 06.11.2018 17:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gemeinde Waidhofen an der Ybbs will Subventionen für Tierpark stoppen



Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Die Gemeinde Waidhofen an der Ybbs will den Tierpark Buchenberg künftig nicht mehr subventionieren und auch keine Haftungen mehr übernehmen. Die Vorfälle um zwei im Juli entlaufene Luchse hätten das Fass zum Überlaufen gebracht, wurde in einer Aussendung mitgeteilt. Der am Montag im Gemeinderat gefällte Beschluss soll am 5. Dezember vollzogen werden, sagte Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP).

Bis dahin soll mit dem Betreibern des Tierparks verhandelt werden, wie dieser „redimensioniert oder aufgelöst werden kann“, so Krammer. Ziel sei eine einvernehmliche Lösung. Konkret gehe es um Subventionen in Höhe von 180.000 Euro jährlich und eine Gemeindehaftung im Ausmaß von 30.000 Euro.

Das Vertrauen zum Tierpark sei „grob gestört“, betonte der Bürgermeister. „Dass immer wieder Tiere entlaufen, ist nicht gerade vertrauensbildend“. Eine Reduktion um das sogenannte Raubwild, also Luchse und Wölfe, habe der Betreiber bisher abgelehnt, ebenso einen Betrieb unter Führung der Stadt.

„Der Gemeinderat macht sich einfach Sorgen um die Sicherheit der Bevölkerung und die sorgenfreie Benutzbarkeit des Buchenberges - es geht schließlich auch um das Wohl der Tiere“, wird Krammer in der Aussendung zitiert. Künftig wolle man einen „kleinen, feinen mit dem Naturparkgedanken kompatiblen Tierpark“. Seitens des Tierparks war am Dienstagnachmittag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Zwei Luchse waren am 28. Juli in dem Tierpark entlaufen, beide wurden erst im Oktober eingefangen. Ein Angriff auf einen angeleinten Hund im August hatte zu einer Empfehlung des Magistrats geführt, das Areal zu meiden. Weiters wurde über einen Abschuss als Notlösung diskutiert.




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