Letztes Update am Mi, 07.11.2018 10:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitszeit - ÖHV fordert „Präzisierung“ für „Freiwilligkeit“



Wien (APA) - Die österreichischen Hoteliers verlangen eine präzisere Definition, was genau mit „Freiwilligkeit“ beim 12-Stunden-Tag gemeint sei. Für Arbeitgeber wie auch für die Mitarbeiter wäre es wichtig, Klarheit zu schaffen, sagte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer im „ORF-Morgenjournal“ nachdem mehrere Fälle bekanntgeworden waren, dass in Hotels Mitarbeiter zu längeren Arbeitszeiten gedrängt wurden.

„Ist es auch noch freiwillig, wenn man es sich freiwillig ausgemacht hat, dass es im Dienstplan drinnen steht? Weil in der Sekunde, wo es im Dienstplan steht, ist es ja eigentlich nicht mehr freiwillig“ argumentierte Reitterer. „So wie es im Moment im Gesetz drinnen steht, glaube ich, sind die Unternehmerinnen und Unternehmer auch ein bisschen übervorsichtig geworden. ... Ich glaube auch, dass die Unternehmer es einfach so nicht gewusst haben und einfach diese Freiwilligkeit damit ausschließen wollten“. Die Arbeitgeber hätten Angst, dass am Abend plötzlich die Rezeption oder die Küche nicht mehr besetzt ist.

„Ich glaube, dass einfach dieses Wort der Freiwilligkeit ausgeschlossen werden... also... oder erklärt werden muss, ja? Wie lange ist etwas freiwillig? Ich glaube da muss man jetzt einfach das Gesetz, so wie es geschrieben wurde, auf seine Praxistauglichkeit überprüfen.“ Wichtig sei Rechtssicherheit für alle.




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