Letztes Update am Mi, 07.11.2018 10:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kosovos Regierung erhöhte Zölle für Waren aus Serbien und Bosnien



Prishtina (Pristina)/Belgrad/Sarajevo (APA) - Kosovos Regierung hat am Dienstagnachmittag für heftigen Protest in Belgrad mit der Entscheidung gesorgt, die Zölle auf Waren aus Serbien und Bosnien-Herzegowina um 10 Prozent zu erhöhen. Um eine Erläuterung der Maßnahme wurde Prishtina unterdessen auch von Brüssel ersucht.

Die Maßnahme der kosovarischen Regierung sei nicht im Einklang mit den Prinzipien des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der Europäischen Union, wurde von Medien eine Sprecherin der EU-Außenpolitikbeauftragten Federica Mogherini zitiert. In einer Aussendung, auf welche sich Medien in Prishtina beriefen, hieß es, dass die EU um eine dringende Klärung der unerwarteten Entscheidung der kosovarischen Regierung ersucht habe.

Die Entscheidung Prishtinas würde auch einen Verstoß gegen das regionale Freihandelsabkommen CEFTA darstellen, wurde Sprecherin Mogherinis, Maja Kocjancic, vom serbischen TV-Sender RTS zitiert.

Gemäß einigen Medienberichten in Prishtina würde sich die Regierungsentscheidung nur auf die Waren serbischer und bosnischer Produzenten, allerdings nicht auf jene Güter beziehen, die in Betrieben in Serbien und Bosnien im ausländischen Besitz hergestellt wird.

Serbien und Bosnien-Herzegowina haben die im Februar 2008 ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkannt.




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