Letztes Update am Mi, 07.11.2018 11:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Verluste setzte es in Tokio und Shanghai. Der japanische Aktienindex Nikkei-225 fiel um 0,28 Prozent auf 22.085,80 Punkte. Der Shanghai Composite gab etwas deutlicher um 0,68 Prozent auf 2.641,34 Punkte nach.

Hingegen legten die Märkte in Hongkong und Sydney leicht zu. Der Hang Seng stieg um 0,10 Prozent auf 26.147,69 Einheiten. Der australische Index All Ordinaries gewann 0,39 Prozent auf 5.982,00 Einheiten. In Indien blieb die Börse feiertagsbedingt geschlossen.

Im Mittelpunkt standen zur Wochenmitte die US-Kongresswahlen. Diese haben jedoch keine Überraschungen geliefert. Die Republikaner verloren ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus, im Senat behaupteten sie jedoch ihre Überzahl. Die amtierende Fraktionschefin der Demokraten, Nancy Pelosi, hat eine schärfere Kontrolle der Regierung von US-Präsident Donald Trump angekündigt. „Es geht heute um mehr als nur Demokraten und Republikaner. Es geht um die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Kontrolle“, sagte Pelosi. Trump bezeichnete die Ergebnisse unterdessen als „großartigen Erfolg“.

„Schlussendlich war es das Ergebnis, dass die meisten Experten, Umfrage und Wettquoten vorhergesagt haben“, erklärte ein asiatischer Marktstratege die kaum vorhandene Marktreaktion.

Außerdem dürfte sich am Handelsstreit zwischen den USA und China wenig ändern, wie der deutsche Fondsmanager Thomas Altmann von QC Partners sagte: In der Frage könnte Trump „ohne den Kongress handeln und verhandeln“.

In Tokio gaben die Aktien von einigen exportorientierten Aktien wie Honda (minus 2,65 Prozent) oder Casio (minus 4,30 Prozent) deutlich nach. Der Yen hatte am Devisenmarkt im asiatischen Handel gegenüber dem US-Dollar zugelegt, was die Exportaussichten japanischer Unternehmen trübt.

In Hongkong gehörten die Aktien von Immobilienunternehmen zu den größten Gewinnern. Die Titel von Hang Lung Properties stiegen als stärkster Wert im Index um 2,32 Prozent und die Aktien von Sino Land legten ebenfalls im Spitzenfeld um 1,40 Prozent zu. Hingegen brachen die Papiere des Automobilherstellers Geely nach der Veröffentlichung von Absatzzahlen für Oktober um 4,94 Prozent ein.

In Sydney gehörten unterdessen Bankaktien zu den größten Gewinnern. So stiegen etwa die Titel der Commonwealth Bank of Australia um 0,58 Prozent und die Titel von Westpac legten 0,97 Prozent zu. „In Australien kauft momentan niemand die Banken, das ist bloß ein Währungstrade für ausländische Investoren“, sagte ein Marktstratege zur Zeitung „Business Times“. Internationale Anleger würden sich derzeit bei Engagements in Schwellenländern zurückhalten und stattdessen in Australien investieren.




Kommentieren