Letztes Update am Mi, 07.11.2018 11:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Shoah-Gedenkmauer - Realisierung für Strache „wundervoll“



Wien (APA) - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich am Mittwoch anlässlich des Regierungsbeschlusses zur Finanzierung einer Shoah-Gedenkmauer in Wien zur Mitverantwortung der Österreicher für die Judenverfolgung im Nationalsozialismus bekannt. Dass die Mauer nun realisiert werden könne, sei „wundervoll“, sagte er nach dem Ministerrat.

Für die jüdische Bevölkerung Österreichs habe 1938 ein beispielloser Leidensweg begonnen. „Wir haben eine Verantwortung, an all diese Tragödien immer wieder zu erinnern und neben einer Erinnerungskultur auch dafür Sorge zu tragen, dass es nie wieder zu solchen unfassbaren und unbegreiflichen Entwicklungen kommen darf“, sagte Strache: „Leider waren auch viele Österreicherinnen und Österreicher verantwortlich für die Unmenschlichkeit.“

Er erinnerte an das Novemberpogrom als „ersten grauenvollen Höhepunkt der Verfolgung, Erniedrigung, Enteignung und Ermordung“. Die österreichische Bundesregierung bekenne sich zu ihrer historischen Verantwortung, und dass die „Mauer der Erinnerung“ nun gerade im Gedenkjahr ermöglicht werde, sei entsprechend zu begrüßen.

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) unterstrich dies erneut. Es sei wichtig, ein würdiges Gedenken auch über das heurige Gedenkjahr hinaus möglich zu machen. Initiator Kurt Tutter sei mit seinem Projekt einer Namensmauer fast 20 Jahre lang von einer Behörde zur nächsten geschickt worden. Nun sei sichergestellt, dass das Projekt endlich Wirklichkeit werde.




Kommentieren