Letztes Update am Mi, 07.11.2018 13:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


BMW-Chef kritisiert deutsche Regierung und Kommunen



München (APA/dpa) - BMW-Chef Harald Krüger lehnt die von der schwarz-roten Regierungskoalition geforderten Hardware-Nachrüstungen bei älteren Dieselautos strikt ab. Vor dem Treffen der deutschen Autohersteller mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte Krüger am Mittwoch in München, andere Länder „setzten konsequent auf eine Erneuerung der Flotten oder fördern E-Mobilität“.

Das „ist deutlich effizienter und schneller wirksam als eine Umrüstung von Hardware“, nur in Deutschland stehe eine Hardware-Nachrüstung im Zentrum der Debatte, kritisierte Krüger. Dabei wären Umbauten erst ab 2021 wirksam, und die Autofahrer hätten „ein erhöhtes Qualitätsrisiko und mehr Verbrauch“. Der Ersatz alter Diesel durch neue Autos dagegen wirke sofort, und das Interesse von Autofahrern an den Umtauschprämien sei auch groß: „Diese Angebote werden von den Kunden sehr gut angenommen“, betonte Krüger.

Zugleich kritisierte er Städte, die Gelder aus dem milliardenschweren Umweltfonds nicht haben wollen. „Hier muss die Frage erlaubt sein: Können Städte auch dann Dieselfahrer verbannen, wenn sie ihre unmittelbar eigenen Möglichkeiten zur Verbesserung der Luftqualität - vom Kraftwerk bis zum Stadtbus - gar nicht ausreichend ausschöpfen?“

Verkehrsminister Scheuer hatte vor dem für Donnerstag geplanten Spitzentreffen Bewegung von den Autoherstellern gefordert. Die schwarz-rote Regierungskoalition drängt auf Umbauten an Motor und Abgasanlage und will die Kosten den Autoherstellern in Rechnung stellen.

~ ISIN DE0005190003 WEB http://www.bmwgroup.com/ ~ APA347 2018-11-07/13:13




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