Letztes Update am Mi, 07.11.2018 13:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Shoah-Gedenkmauer - Kultusgemeinde begrüßt Umsetzung



Wien (APA) - Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) begrüßt die Umsetzung der Shoah-Gedenkmauer in Wien. „Ich bin froh, dass ein neues Denkmal, das an die umgebrachten Juden Österreichs erinnert, entstehen wird“, sagte Präsident Oskar Deutsch am Mittwoch auf APA-Anfrage. Das Gedenken sei keine jüdische, sondern eine gesamtösterreichische Angelegenheit.

Zwar gebe es das Holocaust-Mahnmal am Judenplatz und auch die Gedenkstätte in der Synagoge in der Wiener Seitenstettengasse, wo die Namen der 66.000 Umgekommenen bereits verzeichnet seien. Doch wenn nun ein weiteres entstehe, das der breiten Bevölkerung zugänglich sei, dann sei dies „sicher eine Sache, mit der ich zufrieden bin“, so Deutsch.

Dass die türkis-blaue Bundesregierung damit den Versuch einer Reinwaschung betriebe, glaube er nicht, so Deutsch. In der Vergangenheit hatte sich der IKG-Präsident allerdings ein wenig skeptischer geäußert. So meinte er etwa im März in der „Kronen Zeitung“, dass er ein weiteres Denkmal in der Wiener Innenstadt zwar nicht ablehne: „Aber ein Parlament ohne Antisemitismus und eine Regierung ohne deutschnationale Burschenschafter wären wichtiger.“




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