Letztes Update am Mi, 07.11.2018 13:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreichische Alpha Pianos in Konkurs



St. Andrä-Wördern/St. Pölten (APA) - Über das Vermögen der niederösterreichischen Alpha Pianos ist am Mittwoch am Landesgericht St. Pölten ein Konkursverfahren eröffnet worden. Die Zukunft des Herstellers elektronischer Klaviere mit Sitz in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) sei ungewiss, teilte der KSV 1870 mit. Aktiva von 140.500 Euro stehen den Angaben zufolge Passiva von 880.000 gegenüber. 28 Gläubiger sind betroffen.

Zu den Insolvenzursachen hieß es, dass sich das „Alpha Studio“-Klavier als zu teuer für Endkunden erwiesen habe, sodass davon lediglich sieben Stück verkauft werden konnten. Eine weitere Entwicklung, das „M-Piano“, konnte nur in einer Vorserie produziert, jedoch nicht zur Marktreife gebracht werden. Das Unternehmen hatte u.a. 2016 ein Hybrid-Klavier auf Wunsch von Prince gefertigt, der Popstar verstarb jedoch vor der Auslieferung und konnte das metallic-violett lackierte Instrument nicht mehr in Empfang nehmen. Es wurde bei den Prince-Gedenkkonzerten in den USA gespielt und heuer im Juli versteigert.

Das weitere Schicksal der Firma sei noch offen, hieß es vom KSV. „In den nächsten Wochen soll mit potenziellen Investoren abgeklärt werden, ob ein Sanierungsplan finanziert und damit die Fortführung des Unternehmens gesichert werden kann.“

Von den Aktiva entfallen 104.000 Euro auf Patentrechte, der Rest ist Anlagevermögen. Dienstnehmer waren zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung keine mehr beschäftigt. Zum Masseverwalter wurde der Tullner Rechtsanwalt Walter Anzböck bestellt. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung wurde für den 8. Jänner 2019 anberaumt, Forderungen können bis 18. Dezember angemeldet werden.




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