Letztes Update am Mi, 07.11.2018 14:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aktivisten: Mehr als 40 IS-Kämpfer im Osten Syriens getötet



Beirut (APA/AFP) - Bei Kämpfen und Luftangriffen im Osten Syriens sind laut Aktivisten mehr als 40 Kämpfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, starben 28 Jihadisten am Montag und Dienstag bei Luftangriffen der internationalen Anti-IS-Koalition, als sie das Ölfeld al-Asrak nahe der Ortschaft Hajin an der irakischen Grenze angriffen.

Zudem seien am Montag 17 IS-Kämpfer bei einem Angriff auf Stellungen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) nahe Hajin getötet worden, erklärte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht. Für Medien sind ihre Angaben kaum zu überprüfen. Die Ortschaft Hajin am Euphrat ist eine der letzten Bastionen der sunnitischen Extremistengruppe in Syrien.

Die kurdisch-arabische SDF-Allianz hatte Ende Oktober erklärte, ihre Offensive gegen die IS-Miliz bei Hajin auszusetzen. Das Milizbündnis, das von den USA im Kampf gegen die Dschihadisten mit Waffen, Luftangriffen und Spezialkräften unterstützt wird, reagierte damit auf türkische Artillerieangriffe auf Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) im Norden Syriens, die das Rückgrat der SDF-Einheiten bilden.

Die SDF-Miliz hatte im September eine Offensive auf Hajin begonnen, um die IS-Miliz aus ihrer letzten Bastion an der irakischen Grenze zu vertreiben. Ende Oktober erlitt sie jedoch schwere Verluste bei einem Gegenangriff der Jihadisten. Er erfolgte inmitten eines Sandsturms, so dass die Anti-IS-Koalition keine Luftangriffe fliegen konnten. Am Sonntag wurden bei einem IS-Autobombenanschlag zudem zwölf SDF-Kämpfer getötet.




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