Letztes Update am Mi, 07.11.2018 14:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Libanon hat Informationen über Tötung syrischer Rückkehrer



Beirut/Damaskus (APA/dpa) - Mindestens 20 kürzlich nach Syrien zurückgekehrte Flüchtlinge könnten nach Aussagen des libanesischen Flüchtlingsministers in ihrer Heimat getötet worden sein. Mouein Merhibi sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, er habe „Informationen von Verwandten der Zurückgekehrten erhalten, dass etwa 20 der Flüchtlinge von Regierungseinheiten getötet worden seien“.

Die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete unterdessen, dass das Schicksal von 38 syrischen Rückkehrern „unbekannt“ sei. Einige der Migranten seien nach ihrer Ankunft in Syrien aus dem Libanon vom syrischen Geheimdienst verhaftet worden. Quellen bei den Vereinten Nationen in Beirut sagten, sie hätten keine eigenen Informationen zu dem Vorfall.

In den vergangenen Monaten waren mehr als 1.000 syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in das Kriegsland zurückgekehrt. Damaskus hatte wiederholt für die Heimkehr von Millionen Kriegsflüchtlingen geworben. Viele allerdings sind besorgt, sie könnten in ihrer Heimat verfolgt werden. Alleine im Libanon leben 900.000 Syrer, viele davon in Flüchtlingslagern.




Kommentieren