Letztes Update am Mi, 07.11.2018 16:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Starke Beteiligung an Libyen-Konferenz in Palermo erwartet



Rom (APA) - Italien erhofft sich Fortschritte zur Stabilisierung Libyens bei der am kommenden Montag beginnenden Libyen-Konferenz in Palermo. „Wir sind über die hohe Zahl von Zusagen erfreut. Alle wichtigsten Protagonisten im libyschen Szenario werden in Palermo präsent sein“, erklärte der italienische Premier Giuseppe Conte in einer Ansprache vor dem Parlament am Mittwoch.

Auch Österreich ist auf diplomatischer Ebene bei der zweitägigen Libyen-Konferenz in Palermo präsent. Als Österreichs Vertreter wird sich der Sondergesandte für Libyen, Roland Sturm, Leiter der österreichischen Botschaft in Tripolis, an der Konferenz beteiligen. An der Konferenz werden unter anderem Vertreter der EU, der UNO, der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga teilnehmen. Der abtrünnige libysche General Khalifa Haftar hat ebenfalls sein Interesse für die Konferenz signalisiert.

Libyens Neustart sei für die Stabilisierung des gesamten Mittelmeerraums wichtig, sagte Conte. „Wir denken nicht, dass wir alle Probleme lösen können. Wir wollen jedoch den Dialog fördern, um den jetzigen politischen Stillstand zu überwinden“, sagte der italienische Regierungschef. Wahlen sollten in Libyen so rasch wie möglich stattfinden.

Seit dem Sturz von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Land. Weite Teile Libyens werden von bewaffneten Milizen kontrolliert, im Osten größtenteils von Truppen des Generals Haftar. Er unterstützt die Gegenregierung in Tobruk, die in Opposition zur international unterstützten Regierung der nationalen Einheit in Tripolis unter Regierungschef Fayez al-Sarraj steht.




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