Letztes Update am Mi, 07.11.2018 17:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Shoah-Gedenkmauer - Stadt Wien begrüßt Finanzierung durch Bund



Wien (APA) - Die Stadt Wien hat am Mittwoch die in Aussicht gestellte Umsetzung der Shoah-Gedenkmauer in der Bundeshauptstadt wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Die nunmehr erfolgte finanzielle Zusicherung seitens der Bundesregierung für die Realisierung dieses Gedenkprojekts wird von der Stadt Wien ausdrücklich begrüßt“, hieß es in einer kurzen schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.

Im Büro von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler bekräftigte man die Bereitschaft, den Standort - angedacht ist der Ostarrichipark vor der Nationalbank - bereitzustellen sowie die In-Obhut-Nahme (also Erhalt, Pflege, Reinigung, Restaurierung) zu übernehmen: „Die dafür erforderlichen Kosten werden auch von der Stadt Wien getragen.“ Von einer Finanzierungsbeteiligung am Projekt selbst war vorerst keine Rede.

Im Rathaus verwies man indes einmal mehr auf zahlreiche Erinnerungsstätten, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden - darunter das Deserteursdenkmal am Ballhausplatz, das Mahnmal Aspangbahnhof oder das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka am Helmut-Zilk-Platz.

„Erfreut“ zeigte sich die Bundes-SPÖ über die Realisierung der Gedenkmauer. Großen Dank gelte es vor allem dem Initiator Kurt Y. Tutter „für seinen unermüdlichen Einsatz“ auszusprechen, befand Sabine Schatz, Sprecherin für Erinnerungskultur, in einer knappen Aussendung. Tutters Engagement führe dazu, dass „jene in der Shoah ermordeten Jüdischen Kinder, Frauen und Männer aus Österreich mit dieser Namensmauer ihren Namen und ihre menschliche Würde zurückbekommen“. „Wenn die Zeitzeugen sterben, muss die öffentliche Erinnerung umso mehr gestärkt werden“, hielt Schatz fest.




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