Letztes Update am Mi, 07.11.2018 19:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahlrecht und Marihuana: Was die US-Amerikaner noch entschieden



Washington (APA/dpa) - Bei den US-Kongresswahlen wurde nicht nur über Kandidaten für den Kongress entschieden. In Dutzenden Volksabstimmungen auf Ebene der Bundesstaaten oder im Lokalen entschieden die Bürger ganz andere Fragen. Dabei zeigt sich häufig, dass eine Mehrheit der Bevölkerung anders denkt als Präsident Donald Trump.

Die vermutlich folgenreichste Entscheidung fiel in Florida. Dort waren Verurteilte und ehemalige Häftlinge bisher vom Wählen ausgeschlossen. Am Dienstag entschieden sich mehr als 60 Prozent der Wähler dafür, diese Regelung abzuschaffen. Laut Schätzungen von Bürgerrechtsgruppen könnten dadurch bis zu 1,5 Millionen Menschen nun wieder ihr Wahlrecht erhalten.

In vermutlich drei Bundesstaaten wird die staatliche Krankenversicherung Medicaid für Menschen mit geringem Einkommen ausgeweitet, darunter Nebraska und Idaho. Auch in Utah sieht es nach Auszählung von drei Viertel der Stimmen nach einer großzügigeren Regelung aus.

Die Menschen in Missouri haben sich entschieden, den Mindestlohn von derzeit 7,85 US-Dollar (6,87 Euro) pro Stunde schrittweise auf 12 Dollar bis 2023 anzuheben. In Arkansas wird der Mindestlohn von 8,50 Dollar auf 11 Dollar bis 2021 steigen.

Gemischt ist das Bild beim Thema Marihuana. Die Menschen in Michigan haben Cannabis legalisiert. In Missouri ist Marihuana künftig zu medizinischen Zwecken erlaubt. In North Dakota wurde die Legalisierung abgelehnt.

Im Süden der USA haben sich die Menschen in Alabama entschieden, dass es staatliche Linie sein soll, gegen Abtreibungen vorzugehen. In Oregon hingegen sprachen sich die Wähler dafür aus, öffentliche Zuschüsse für Abtreibungen beizubehalten.

Auch einige skurrilere Entscheidungen wurden getroffen: In Alabama dürfen beispielsweise künftig die Zehn Gebote in Schulen gezeigt werden.




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