Letztes Update am Mi, 07.11.2018 19:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UN warnen vor Hungertragödie in Zentralafrikanischer Republik



Libreville (APA/AFP) - Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik warnen die Vereinten Nationen vor einer neuen Hungerkatastrophe. 1,9 Millionen Menschen und damit 42 Prozent der Bevölkerung bräuchten dringend Nahrung, so viele wie seit vier Jahren nicht mehr, sagte der Sprecher des Welternährungsprogramms, Herve Verhoosel.

Die Lage in dem Land verschlechtere sich wieder zusehends, nur sofortiges Handeln könne eine „humanitäre Tragödie“ verhindern.

Trotz großer Diamanten- und Uranvorkommen zählt die Zentralafrikanische Republik zu den ärmsten Staaten der Welt. Bis heute hat sich das Land von einem Bürgerkrieg im Jahr 2013 nicht erholt, seitdem wurden tausende Menschen bei Angriffen von Rebellengruppen und bewaffneten Banden getötet. Mindestens 18 bewaffnete Gruppen kämpfen derzeit um die Kontrolle der reichen Bodenschätze.

Mehr als ein Viertel der 4,5 Millionen Einwohner mussten flüchten, darunter 620.000 innerhalb des eigenen Landes. Die meisten von ihnen leben bei Gastfamilien, doch hätten die eskalierenden Konflikte direkte Auswirkung auf deren Fähigkeit, alle zu ernähren, warnte Verhoosel. Erst in der vergangenen Woche flüchteten sich rund 10.000 Menschen vor neuen Kämpfen bewaffneter Milizen in ein Krankenhaus der 380 Kilometer nördlich von Bangui gelegenen Stadt Batangafo.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA579 2018-11-07/19:14




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