Letztes Update am Mi, 07.11.2018 20:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Auch Estland für mehr Zeit bei Abschaffung der Zeitumstellung



Tallinn (APA/dpa) - In der Debatte um die Abschaffung der Zeitumstellung unterstützt Estland den Kompromissvorschlag der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, das Ende des halbjährigen Drehens am Uhrzeiger von 2019 auf 2021 zu verschieben. Das sagte Regierungschef Jüri Ratas am Mittwoch im Parlament in Tallinn.

„Estland unterstützt definitiv ein Ende der Uhrenumstellung, und dies wird hoffentlich im Frühjahr 2021 geschehen. Die EU-Mitgliedsstaaten werden schlicht ihre Verhandlungen und Vorbereitungen nicht eher abschließen können“, schrieb Ratas bei Facebook.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, schon ab 2019 nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Mitgliedsstaaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten den Vorschlägen mehrheitlich zustimmen, damit sie in die Tat umgesetzt werden können.

„Wir müssen die Zeitzone auswählen, in der Estland bleiben wird, und auch beobachten, wozu unsere engsten Nachbarn tendieren“, schrieb Ratas. Auch wolle die Regierung die Bürger des Ostseestaats befragen und Interessengruppen konsultieren.

Estland ist - wie Finnland und die anderen beiden Baltenstaaten Lettland und Litauen sowie auch Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Zypern - Mitteleuropa eine Stunde voraus. Es gilt dort die Osteuropäische Zeit (OEZ) statt MEZ (Mitteleuropäische Zeit).




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