Letztes Update am Mi, 07.11.2018 21:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Herbstlohnrunde - Bei den Metallern geht‘s ans Eingemachte



Wien (APA) - Bei den Herbstlohnrunden ist am Donnerstag Großkampftag. Bei den Metallern geht es nach vier erfolglosen Treffen nun ans Eingemachte. Sollten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber wieder nicht auf einen Kollektivvertrag einigen, wollen die Arbeitnehmer streiken. Weniger ereignisreich dürften die Gespräche im Handel ablaufen: dort treffen sich die Sozialpartner erst zum zweiten Mal.

Die Gewerkschaft fordert für die 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bzw. mindestens 100 Euro mehr im Monat. Den Arbeitgebern ist das zu viel. Sie bieten gut 2 Prozent Inflationsausgleich plus einen Anteil an der Produktivitätssteigerung, die sie mit 0,7 Prozent taxieren.

Heißes Thema ist auch das neue Arbeitszeitgesetz. Hier wollen die Gewerkschafter umfangreiche Kompensationen für die neue Möglichkeit von 12-Stunden-Tagen wie zum Beispiel höhere Zuschläge und bezahlte Pausen bei langen Arbeitszeiten sowie einen Kündigungsschutz für jene, die Arbeitszeiten von täglich zwölf Stunden oder 60 Stunden pro Woche ablehnen. Beim Arbeitszeitthema sehen sich die Arbeitgeber aber als falscher Ansprechpartner und verweisen an die Politik. Sie seien aber „gerne bereit“ zu fairen Lösungen, sollte die betriebliche Praxis in Sachen Arbeitszeit doch ein anderes Bild ergeben, hieß es zuletzt.

Im Handel geht es um einen neuen Kollektivvertrag für mehr als 400.000 Angestellte und 15.000 Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. Zankapfel ist auch hier das Thema Arbeitszeit. Ein Zielwert für das geforderte Gehaltsplus wurde noch gar nicht genannt. Eine Einigung bereits am Donnerstag ist unwahrscheinlich.

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