Letztes Update am Do, 08.11.2018 01:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Umweltministerin verlangt von Dieselindustrie Zugeständnisse



Berlin (APA/dpa) - Vor einem Treffen des deutschen Verkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) mit Automanagern an diesem Donnerstag hat die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) nochmals Zugeständnisse der Industrie verlangt. „Die Autohersteller haben heute die Chance, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und verlorenes Vertrauen wieder herzustellen“, sagte Schulze der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Ohne Millionen Dieselfahrzeuge mit hohen Stickoxidwerten und betrügerischer Abgasmanipulation hätte man sich viele Auseinandersetzungen sparen können. „Ich erwarte von den Autobauern daher ein klares Ja zu Hardware-Nachrüstungen für Diesel-Pkw und zur vollständigen Kostenübernahme“, sagte Schulze. Sie seien das wirksamste Mittel, um die Luftbelastung zu senken und die Wertverluste der Diesel aufzufangen. „Technisch sind sie bei weitem nicht so kompliziert, wie uns das teilweise weisgemacht werden soll.“

Hardware-Nachrüstungen - also Umbauten an Motor und Abgasanlage - sind Teil des neuen Maßnahmenpakets der deutsche Koalition, um weitere Diesel-Fahrverbote zu verhindern. Allerdings weigern sich die Hersteller bisher, die vollen Kosten zu übernehmen, wie die Regierung es fordert. Auch Haftungsfragen sind umstritten. BMW lehnt Hardware-Nachrüstungen komplett ab.




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