Letztes Update am Do, 08.11.2018 08:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkei-Abschreibung belastet UniCredit - Ertragsziele gekappt



Mailand/Wien/Istanbul (APA/dpa-AFX/Reuters) - Eine teure Abschreibung auf das Türkei-Geschäft hat die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit im dritten Quartal fast in die roten Zahlen gedrückt. Zudem musste die italienische Großbank unter anderem wegen der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen des Landes bei den Ertragszielen für das laufende und kommende Jahr zurückrudern.

Zwischen Juli und Ende September verdiente die UniCredit 29 Mio. Euro. Vor einem Jahr hatte die Bank noch einen Gewinn von 2,8 Milliarden Euro verbucht - damals konnte die UniCredit allerdings auch einen hohen Erlös aus dem Verkauf einer Sparte verbuchen.

Analysten hatten für das 3. Quartal eigentlich mit 907 Millionen Euro Gewinn gerechnet.

Dieses Mal belastete aber eine Abschreibung auf die Türkei-Beteiligung Yapi in Höhe von 850 Mio. Euro.

Das Türkeigeschäft und damit die Yapi-Beteiligung war bis zur Abspaltung des Ostgeschäfts von der Bank Austria der Wiener UniCredit-Tochterbank zugeordnet gewesen. Nun ressortiert Yapi direkt zur Mailänder Konzernmutter.

Der italienische Bankkonzern hat heute seine Prognosen für Erträge und Kernkapitalziele für 2018 und 2019 gesenkt.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn zog dagegen um 5 Prozent auf 875 Millionen Euro an. Zudem legten die Erträge leicht auf 4,8 Milliarden Euro zu.

~ ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu

http://www.bankaustria.at ~ APA073 2018-11-08/08:20




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