Letztes Update am Do, 08.11.2018 09:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung auf Wochenhoch



Frankfurt am Main (APA) - Kräftige Gewinne an der Wall Street und an der Tokioter Börse haben Europas Leitbörsen am Donnerstag Auftrieb verliehen. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit plus 0,54 Prozent oder 17,48 Punkte bei 3.263,64 Einheiten und erreicht damit nicht nur sein Wochenhoch sondern steigt so hoch wie seit Mitte Oktober nicht mehr.

Der DAX in Frankfurt gewann 0,46 Prozent oder 53,76 Zähler auf 11.632,86 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,39 Prozent oder 27,46 Einheiten auf 7.144,74 Punkte.

Die Zwischenwahlen in den USA waren ohne Überraschungen geblieben und so wurde ein Unsicherheitsfaktor ausgeräumt. Nach den Kongresswahlen wandert der Fokus nun wieder auf die Geldpolitik: Am Abend endet die zweitägige Notenbanksitzung der US-Notenbank Fed. Mit einer Veränderung der Geldpolitik rechnet der Helaba-Analyst Ralf Umlauf nicht. Die Weichen für eine Erhöhung des Leitzinses bei der letzten Sitzung heuer im Dezember seien gestellt.

Zuvor bewegten Geschäftsdaten. So drückte der teure Umbau bei AstraZeneca weiterhin kräftig auf das Ergebnis. Der um Sonderkosten bereinigte Gewinn je Aktie ging im dritten Quartal um 37 Prozent auf 0,71 US-Dollar (0,62 Euro) zurück. Trotzdem wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. In Folge legten die Aktien des Arzneimittelherstellers in London um 1,8 Prozent zu.

Auch die Anteilsscheine von ASML gewannen 1,1 Prozent. Der Chipindustrieausrüster setzt auf eine weiterhin starke Chipnachfrage und schraubt seine mittelfristigen Wachstumsziele nach oben.

Der Versicherungskonzern Generali (plus 0,7 Prozent) will in Russland wachsen. „Russland ist für uns ein wichtiges Land, in dem wir wachsen wollen“, berichtete Generali-Generalmanager Frederic de Courtois bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse.

Zurich zogen um 0,8 Prozent höher. Nach neun Monaten steigerte der Versicherer in der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung die Prämieneinnahmen um zwei Prozent auf 25,87 Mrd. Dollar.

Nach anfänglichen Kursverlusten drehten die UBS-Papiere um 1,3 Prozent höher, obwohl die Schweizer Großbank mit einer US-Klage wegen Altlasten aus der Finanzkrise rechnet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA132 2018-11-08/09:51




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