Letztes Update am Do, 08.11.2018 10:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Preisdruck und Auftragsverschiebungen sorgen bei SMA für Verlust



Niestetal (APA/Reuters) - Der Preisdruck infolge des Markteinbruchs in China macht dem deutschen Solartechnikkonzern SMA Solar zu schaffen. Im dritten Quartal rutschte der Wechselrichterproduzent netto mit 2,7 Mio. Euro ins Minus, nach einem Gewinn von 16 Mio. Euro vor Jahresfrist.

„Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent“, erklärte der neue Vorstandschef Jürgen Reinert am Donnerstag. Infolge dessen drängten die chinesischen Produzenten verstärkt auf die internationalen Märkte und verursachten einen „massiven“ Preisdruck.

Um in den kommenden Monaten von noch niedrigeren Preisen zu profitieren, würden Investoren Projekte verschieben. Der Auftragseingang bei SMA sei daher erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der ehemalige Konzernlenker Pierre-Pascal Urbon hatte vor diesem Hintergrund bereits im September die Jahresziele reduziert. Demnach peilt SMA einen Umsatz zwischen 800 und 850 Mio. Euro an und ein ausgeglichenes bis leicht negatives Betriebsergebnis (Ebitda) nach Sondereffekten. Zuvor war mit einem Umsatz von 900 Mio. bis 1 Milliarde Euro gerechnet worden und einem Ebitda von 90 bis 110 Mio. Euro.

In den ersten neun Montane sanken die Erlöse um 2,9 Prozent auf 575,1 Mio. Euro, das Ebitda schrumpfte auf 50,5 (55,3) Mio. Euro.

~ ISIN DE000A0DJ6J9 WEB http://www.sma.de ~ APA154 2018-11-08/10:16




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