Letztes Update am Do, 08.11.2018 11:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Herbstprognose - Haushaltsdefizit in Österreich sinkt stetig



Brüssel (APA) - Die EU-Herbstprognose zeigt, dass sich das Finanzierungssaldo des Gesamtstaates in Österreich kontinuierlich verbessert. So sinkt der in der Frühjahrsprognose erwartete Abgang von -0,5 Prozent auf -0,3 Prozent 2018. Für 2019 erwartet die EU-Kommission ein ausgeglichenes Saldo und für 2020 sogar einen Überschuss von 0,1 Prozent.

In der EU-27 sinkt das Haushaltsdefizit von -0,8 Prozent des BIP 2017 auf -0,6 Prozent 2018. Für 2019 erwartet die EU-Kommission einen Anstieg des Defizits auf -0,8 Prozent, ehe es sich 2020 wieder auf - 0,6 Prozent verringert. Eine ähnliche Entwicklung gibt es in der Eurozone, hier sinkt das Defizit von -0,7 Prozent aus der Frühjahrsvorausschau auf -0,6 Prozent 2018. 2019 soll es auf -0,8 Prozent anwachsen, ehe es sich 2020 wieder auf -0,7 Prozent verringert.

Das höchste Defizit wird für 2018 in Rumänien mit -3,3 Prozent erwartet. In der Eurozone dürften Spanien (-2,7 Prozent) und Italien (-2,6 Prozent) 2018 die höchsten Defizite aufweisen. Während sich der Abgang in Spanien 2019 auf -2,1 Prozent verringern dürfte, soll es in Italien auf -2,8 Prozent anwachsen. Für 2020 prognostiziert die EU-Kommission für beide Länder einen Rückgang, in Spanien auf -1,9 Prozent und in Italien auf -1,7 Prozent.

Bei den Staatsschulden ist mit einer weiteren deutlichen Entspannung für Österreich zu rechnen. Das laufende Jahr soll einen Rückgang auf 74,5 Prozent des BIP bringen, 2019 eine weitere Reduktion auf 71,0 Prozent und 2020 sogar nur mehr auf 67,8 Prozent. Damit ist für Österreich auch die Maastricht-Staatsschuldengrenze von maximal 60 Prozent in Griffweite.

In der EU-27 geht die Schuldenquote heuer auf 80,6 Prozent zurück, fällt 2019 auf 78,6 Prozent und sinkt 2020 weiter auf 76,7 Prozent. Die Eurozone rechnet für dieses Jahr mit 86,9 Prozent Staatsschuldenquote, nächstes Jahr mit 84,9 Prozent und 2020 mit einem Rückgang auf 82,8 Prozent.




Kommentieren