Letztes Update am Do, 08.11.2018 11:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Betrunkener lief Hund davon: Verkehrsunfall in Wien-Leopoldstadt



Wien (APA) - Wieder ist in Wien ein Hund außer Kontrolle geraten, weil die für ihn verantwortliche Person betrunken war: Eine 46-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag mit zwei Hunden eines Bekannten am Treppelweg beim Donaukanal in der Leopoldstadt unterwegs. Eines der Tiere, nicht angeleint und ohne Maulkorb, lief davon und löste einen Verkehrsunfall aus, berichtete die Polizei.

„Laut ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfallkommandos dürfte die Frau, vermutlich aufgrund ihrer Alkoholisierung, die Kontrolle über einen der Hunde verloren haben“, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Das Tier lief unmittelbar vor einem Auto auf die Schüttelstraße. Der Lenker führte eine Notbremsung durch, konnte aber nicht verhindern, dass das Tier vom Wagen erfasst wurde.

Ein nachkommendes Auto eines 39-Jährigen prallte wegen des abrupten Bremsmanövers gegen das Heck des ersten Fahrzeugs. Der 39-Jährige sowie seine 20-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt, sie trugen Prellungen und Beulen davon. Der 50-Jährige im anderen Pkw blieb unverletzt.

Was aus dem angefahrenen Hund wurde, war zunächst unbekannt. Der Verbleib des schwarz-braunen Rottweiler-Schäfer-Mischlings konnte noch nicht geklärt werden. Es sei davon auszugehen, dass das Tier verletzt worden ist, sagte Eidenberger.

Die 46-Jährige wurde nach dem Vorfall, der sich gegen 21.40 Uhr zugetragen hat, einem Alko-Vortest unterzogen. Sie wies laut Polizei einen Blutalkoholgehalt von 2,4 Gramm pro Liter (Promille) auf. Die Frau wurde angezeigt.

Erst im September war ein 17 Monate alter Bub beim Spazierengehen mit seinen Großeltern von einem sogenannten Listenhund, einem Rottweiler, in den Kopf gebissen worden. Das Kind erlag rund zweieinhalb Wochen später im Krankenhaus den Verletzungen. Der Hund hatte sich von seiner laut Polizei ebenfalls alkoholisierten Besitzerin losgerissen. Die Stadt kündigte danach schärfere Regeln für Kampfhundebesitzer an. Teil des geplanten Pakets war auch eine allgemeine Beißkorbpflicht für Listentiere, die Grünen fordern stattdessen aber einen verpflichtenden Hundeführschein für alle.




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