Letztes Update am Do, 08.11.2018 11:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hannover Rück will 2019 Gewinn von 1,1 Milliarden Euro schaffen



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA116 vom 08.11.2018 muss es im ersten Absatz, letzter Satz, richtig heißen: ... in den ersten neun Monaten (nicht: im dritten Quartal)... Weiters ist im zweiten Absatz der erste Satz zum dritten Quartal neu eingefügt worden. --------------------------------------------------------------------- ~ Hannover (APA/Reuters) - Die Hannover Rück hat ihren Gewinn begünstigt durch eine recht glimpfliche Hurrikan- und Taifunsaison in Nordamerika und Asien im Sommer kräftig steigern können. Wie der viertgrößte Rückversicherer der Welt am Donnerstag in Hannover mitteilte, kletterte das Nettoergebnis in den ersten neun Monaten um fast ein Drittel auf 725 (2017: 548,9) Mio. Euro.

Im dritten Quartal verdienten der deutsche Konzern unter dem Strich 170 Mio. Euro, nachdem vor Jahresfrist wegen der hohen Kosten für Schäden durch Wirbelstürme nur wenig übrig geblieben war. Der Rückversicherer bestätigte deshalb sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr von „mehr als einer Milliarde Euro“. 2019 will die Hannover Rück dann 1,1 Mrd. Euro schaffen.

Nachdem im Sommer vergangenen Jahres eine ganze Serie schwerer Wirbelstürme im Golf von Mexiko und der Karibik den Rückversicherern das Leben schwer gemacht hatte, sieht die Bilanz der Großschäden heuer besser aus. Nach Angaben von Finanzchef Roland Vogel war der Taifun „Jebi“, der Japan Anfang September traf, mit rund 103 Mio. Euro das für die Hannover Rück teuerste Ereignis, gefolgt vom Taifun „Prapiroon“ Anfang Juli (54,2 Mio. Euro) und dem Hurrikan „Florence“ Mitte September (39,6 Mio. Euro) in den USA. Hurrikan „Michael“ im Oktober dürfte laut Vogel ähnlich viel kosten wie „Florence“.

Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua und eines Staudamms in Kolumbien sowie ein Großfeuer in Australien belasteten die Hannover Rück mit fast 54 Mio. Euro. Das Schadenbudget für das dritte Quartal musste der Rückversicherer dennoch nicht ausreizen. Seit Jahresbeginn liegt die Belastung durch Großschäden unter dem Strich bei rund 365 Mio. Euro, kalkuliert hatte das Unternehmen mit einem Budget von 630 Mio. Euro. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres hatten sich die Belastungen aus größeren Schäden wie Wirbelstürmen, Waldbränden und ähnlichen Ereignissen auf fast 900 Mio. Euro summiert.

Am Mittwoch hatte die weltgrößte Rückversicherung Münchener Rück mitgeteilt, dass sie nach der Hurrikansaison einen Jahresgewinn zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. Euro anpeilt. Im dritten Quartal lag das Ergebnis der Bayern bei fast einer halben Milliarde Euro. Bei der Swiss Re, der Nummer zwei der Branche, hatten Natur- und von Menschen verursachte Katastrophen den Gewinn im Quartal hingegen fast aufgezehrt.

~ ISIN DE0008402215 WEB http://www.hannover-rueck.de/ ~ APA253 2018-11-08/11:55




Kommentieren