Letztes Update am Do, 08.11.2018 12:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen drehen zu Mittag in die Verlustzone



Frankfurt am Main (APA) - Die vormittäglichen Kursgewinne an den europäischen Aktienmärkten haben sich am Donnerstag zu Mittag nicht als nachhaltig erwiesen. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 4,59 Einheiten oder 0,14 Prozent auf 3.241,57 Punkte - in der Früh hatte er noch in etwa ein Drei-Wochen-Hoch erreicht.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 11.550,73 Punkten und minus 28,37 Einheiten oder 0,25 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London gewann um 2,03 Zähler oder 0,03 Prozent und steht nun bei 7.119,31 Stellen.

Einen Dämpfer lieferten Konjunkturdaten. So rechnet die EU-Kommission angesichts Italiens umstrittener Schuldenpläne mit einem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum in Europa als ursprünglich angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im kommenden Jahr in der Eurozone um 1,9 Prozent zunehmen. Im Sommer war sie noch von 2,0 Prozent ausgegangen.

Sämtliche europäischen Volkswirtschaften seien auf Wachstumskurs, erklärte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. „Unsicherheiten und Risiken, innerhalb Europas und außerhalb, nehmen allerdings zu und wirken sich negativ auf die Wirtschaftstätigkeit aus.“

Später rückt der Fokus auf die USA. Am Abend endet die zweitägige Notenbanksitzung der US-Notenbank Fed. Mit einer Veränderung der Geldpolitik rechnet der Helaba-Analyst Ralf Umlauf nicht. Die Weichen für eine Erhöhung des Leitzinses bei der letzten Sitzung heuer im Dezember seien gestellt.

Bei den Einzelwerten bewegten Geschäftsdaten. So drückte der teure Umbau bei AstraZeneca weiterhin kräftig auf das Ergebnis. Der um Sonderkosten bereinigte Gewinn je Aktie ging im dritten Quartal um 37 Prozent auf 0,71 US-Dollar (0,62 Euro) zurück. Trotzdem wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. In Folge legten die Aktien des Arzneimittelherstellers in London um 1,4 Prozent zu.

Auch die Anteilsscheine von ASML gewannen 1,1 Prozent. Der Chipindustrieausrüster setzt auf eine weiterhin starke Chipnachfrage und schraubt seine mittelfristigen Wachstumsziele nach oben.

Zurich gaben ihre Kursgewinne weitestgehend wieder ab und traten auf der Stelle. Nach neun Monaten steigerte der Versicherer in der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung die Prämieneinnahmen um zwei Prozent auf 25,87 Mrd. Dollar.

Die UBS-Papiere legten um 0,8 Prozent zu, obwohl die Schweizer Großbank mit einer US-Klage wegen Altlasten aus der Finanzkrise rechnet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA256 2018-11-08/12:00




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