Letztes Update am Do, 08.11.2018 12:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge - Innenministerium: Lage am Westbalkan unter Kontrolle



Wien/Zagreb (APA) - Nach neuerlicher Kritik von Slowenien und Ungarn an Österreichs Grenzkontrollen hat das Innenministerium am Donnerstag die Verlängerung der Maßnahme verteidigt. In einer Aussendung wurde darauf hingewiesen, dass die Flüchtlingssituation an der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien „weiter angespannt, aber unter Kontrolle“ sei. Die Lage werde derzeit besonders beobachtet, hieß es.

Zugleich wurde vor einer möglichen „Sogwirkung“ und einer „Bewegung auch Richtung Österreich“ gewarnt, sollte es Migranten gelingen, die Grenze zu überwinden. Dies zeige, „wie wichtig die neuerliche Verlängerung von Grenzkontrollen zu Slowenien und Ungarn ist“.

Der slowenische Außenminister Miro Cerar hatte anlässlich seines Besuchs in Wien am Mittwoch Kritik an den österreichischen Grenzkontrollen geübt. Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hatte sich unterdessen bei einem Besuch in Eisenstadt gegen eine Begrenzung der Grenzübergänge für den Pkw-Verkehr ausgesprochen.

Nach Einschätzung des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) ist die Situation in Bosnien-Herzegowina „im Großen und Ganzen ruhig“. Demnach befinden sich bis zu 6.000 Migranten und Flüchtlinge im Land. Am Grenzübergang Velika Kladusa-Maljevac, an dem es vor zwei Wochen zu Zusammenstößen zwischen Asylsuchenden und der Polizei gekommen war, gebe es keine Ansammlungen von Menschen mehr, hieß es am Dienstag.




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