Letztes Update am Do, 08.11.2018 13:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hilfsorganisationen im Jemen besorgt: Viele Verletzte durch Offensive



Sanaa (APA/dpa) - Aufgrund der neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen sind internationale Hilfsorganisationen um die Zivilisten in den umkämpften Gebieten besorgt. Nach massiven Luftangriffen und schweren Kämpfen verzeichneten die Krankenhäuser einen starken Zustrom von Kriegsverletzten, teilte Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag mit. In mehreren Provinzen im ganzen Land seien Dutzende Verletzte in Spitälern angekommen.

Mit Luftunterstützung einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition gehen die Truppen des international anerkannten Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi seit Anfang November wieder in einer neuen Offensive gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Milizen vor. Zuvor hatten die USA den Druck auf die Konfliktparteien erhöht und Friedensgespräche gefordert.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) warnte vor einer Eskalation der Gewalt. Besonders die Hafenstadt Hodeidah, die für die Versorgung des Landes mit Hilfsgütern von zentraler Bedeutung ist, sehe eine „dramatische Eskalation der Kämpfe“. Hunderttausende Jemeniten seien in der Gefahr, eingekesselt zu werden. „Diese neue Offensive wischt die Hoffnung weg, die kürzlich durch die Ankündigung von Friedensgesprächen genährt worden ist“, sagte der IKRK-Regionaldirektor für den Nahen Osten, Fabrizio Carboni.

Ärzte ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen die medizinische Hilfe in der südlichen Provinz Al-Dhale eingestellt.




Kommentieren