Letztes Update am Do, 08.11.2018 15:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Missbrauch - Katholischen US-Einrichtungen droht Spenden-Minus



Washington (APA) - Wegen der Missbrauchsskandale in der römisch-katholischen Kirche in den USA rechnen die kirchlichen Organisationen der Vereinigten Staaten mit einem deutlichen Minus in den Spendenkassen.

Nachdem zuletzt zahlreiche Groß- und Privatspender ihre Spendenbereitschaft infrage gestellt hatten, sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur CNS (Mittwoch Ortszeit) etliche katholische Institutionen in Sorge geraten, wie Kathpress berichtete. Ein wichtiger Grund für die aktuelle Spendenzurückhaltung ist den Angaben zufolge die Befürchtung der Geldgeber, ihre Spenden könnten eingesetzt werden, um die Kosten für Missbrauchsentschädigungen oder Anwaltshonorare zu decken.

Die Präsidentin des Wohltätigkeitsnetzwerks Catholic Charities USA, Schwester Donna Markham, habe ihre Besorgnis in einem Brief an die Spender zum Ausdruck gebracht. Die Resonanz sei in etlichen Fällen negativ ausgefallen. „Kein Geld mehr für katholische Organisationen, bis die Bischöfe dieses Durcheinander in Ordnung bringen“, lautet demnach der Tenor vieler Rückmeldungen. Nahezu täglich riefen Menschen an, die von der Spenderliste gestrichen werden wollten.

Auch der Sprecher des Verbandes Catholic Near East Welfare Association, Michael LaCivita, sieht laut dem CNS-Bericht „stürmische Zeiten“ kommen. Die Menschen achteten sehr genau darauf, wohin sie ihr Geld spendeten.




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