Letztes Update am Do, 08.11.2018 19:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt in schwachem Umfeld höher



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag entgegen dem internationalen Trend zugelegt. Der Leitindex SMI schloss nur knapp unter 9.100 Punkten. Während sich die Anleger in den USA und Deutschland vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank Fed zurückhielten, sorgten in der Schweiz kräftige Kursgewinne bei den Finanzwerten und den Schwergewichten für Unterstützung.

Es wird erwartet, dass die US-Geldpolitiker am Donnerstagabend ihren Leitzins nicht antasten, sondern erst im Dezember den Leitzins anheben. Investoren dürften aber auf Aussagen der Notenbank zur künftigen Geldpolitik und der wirtschaftlichen Lage achten. US-Präsident Donald Trump hatte die Fed wegen ihren Zinserhöhungen heftig kritisiert.

Der Schweizer Leitindex SMI rückte am Donnerstag um 0,49 Prozent vor und schloss bei 9.094,90 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,19 Prozent auf 1.428,55 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,33 Prozent auf 10.695,74 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 13 im Plus und 17 im Minus.

Gefragt waren besonders die Finanzwerte. Allen voran gewannen Swiss Re 1,8 Prozent, gefolgt von der UBS (+1,3 Prozent) und Julius Bär (+1,0 Prozent). Anleger griffen trotz einer drohenden Klage des US-Justizministeriums gegen die Großbank bei den Aktien zu. Das Geldhaus möchte die erwartete Klage aber dezidiert anfechten.

Mit weniger Schwung unterwegs waren die Zurich-Papiere (+0,2 Prozent). Das Neunmonatsergebnis wurde von den Analysten als unspektakulär angesehen. Den angekündigten Rückzug aus Venezuela begrüßten sie: Dadurch fielen Risiken weg.

Die defensiven Pharmaschwergewichte Novartis und Roche legten je 0,9 Prozent zu, auch die Aktien des Nahrungsmittelriesen Nestlé (+0,5 Prozent) zogen an.

Ebenfalls deutliche Aufschläge verbuchten LafargeHolcim (+0,5 Prozent). Der Branchenkollege aus HeidelbergCement aus Deutschland hatte am Morgen im Rahmen seiner Zahlenvorlage ein Sparprogramm angekündigt, das bei den Anlegern auf Zustimmung stieß.

Viele andere Zykliker hingegen standen unter Verkaufsdruck, so wie Geberit (-0,3), Schindler (-0,9 Prozent) oder Sika (-1,8 Prozent). Die Luxusgütertitel Richemont und Swatch büßten 0,9 beziehungsweise 1,7 Prozent ein.

Happige Abgaben hagelte es bei SGS (-4,0 Prozent). Der Warenprüf- und Inspektionskonzern hielt seinen Investorentag ab und hatte am Vortag sein Ziel für die EBIT-Marge bis 2020 gesenkt. Unter den Blue Chips verbuchte nur ams (-5,8 Prozent) noch größere Verluste. Die Papiere wurden von wiedererwachten Absatzängsten beim US-Großkunden Apple belastet.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA550 2018-11-08/19:14




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