Letztes Update am Fr, 09.11.2018 05:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Adventmärkte - Tirol setzt auf „Stille Nacht“ und Kaiser Maximilian



Innsbruck (APA) - Die Tiroler Adventmärkte stehen heuer ganz im Zeichen zweier Jubiläen. Sänger und Schauspieler werden die Besucher der Märkte rund 200 Jahre in der Zeit zurückführen, in das Entstehungsjahr des wohl berühmtesten Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Mit einer eigenen Lichtshow, der „Lightshow Max 500“ wird in der Innsbrucker Hofburg dem 500. Todestag des Kaiser Maximilian gedacht.

Jene acht Adventmärkte in Innsbruck, Hall in Tirol, Achensee, Rattenberg, St. Johann in Tirol, Kitzbühel, Kufstein und Lienz, die unter der Dachmarke „Advent in Tirol“ zusammenarbeiten, laden heuer zum „Stille-Nacht-Erlebnis“. Tiroler Wanderhändler waren in den Wintermonaten durch Europa gezogen, um sich mit dem Verkauf handgefertigter Produkte ihr Auskommen zu sichern. Mit im Gepäck hatten sie das Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Wie genau es sich vor 200 Jahren zugetragen hat, weiß man heute nicht mehr. Wie es aber hätte sein können, zeigen heuer unter anderem am Adventmarkt in Rattenberg Sänger und Schauspieler, die die „Stille Nacht-Geschichte“ aufführen.

In Innsbruck startet anlässlich des Maximilian-Gedenkjahrs 2019 bereits im November die audiovisuelle 3D-Lichtprojektion „Lightshow Max 500“. Im historischen Ambiente des Innenhofs der Kaiserlichen Hofburg lädt die Lichtshow vom 20. November bis 20. Jänner mehrmals täglich zu einer Reise in die Welt des „letzten Ritters und ersten Kanoniers“.

Abseits des „Kaiser Max“ setzten die sechs Innsbrucker Christkindlmärkte mit über 200 Ständen wie gewohnt auf scheinbar Gegensätzliches aus Tradition und Moderne. Bereits am 15. November eröffnen die Märkte in der Altstadt vor dem Goldenen Dachl und am Marktplatz ihre Pforten. Ganz nostalgisch geht es auf dem ältesten und größten Christkindlmarkt in der Altstadt zu. An den mehr als 70 Ständen werden Kunsthandwerk und Christbaumschmuck angeboten. In der Märchen- und Riesengasse können kleine und große Kinder in eine Welt voll Fantasie eintauchen. Sehr modern präsentieren sich hingegen der Christkindlmarkt in der Maria-Theresien-Straße und der 15 Meter hohe, funkelnde Swarovski-Christbaum am Marktplatz.

Erstmals lädt heuer die neue „Kaiserweihnacht“ an einem geschichtsträchtigen Ort - dem Bergisel - zu einem Adventmarkt ein. Traditionelle Handwerkskunst, kreative Kinderprogramme, heimische Musikanten und weihnachtliche Köstlichkeiten aus vergangenen Zeiten bilden das Angebot des kleinen Marktes.

Das Sicherheitsaufgebot der Polizei sei vergleichbar mit jenem der Vorjahre, sagte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler im Gespräch mit der APA. Schon in den vergangenen Jahren habe man die Maßnahmen angesichts der zwar nicht konkreten aber insgesamt erhöhten Terrorgefahr verstärkt. So werden zusätzliche Polizeistreifen in Uniform und in zivil in und um die Märkte unterwegs sein und auch sogenannte „Terrorsperren“ in Form von großen Betonblöcken werden die größeren Adventmärkte absichern. Ebenfalls wie bereits in den Vorjahren werden auch wieder zwei Carabinieri und zwei Beamten der Polizia di Stato aus Italien aufgrund des großen Andrangs italienischer Touristen abwechselnd in Innsbruck sein, so Kirchler.




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