Letztes Update am Fr, 09.11.2018 10:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Außenhandelsrat - Schramböck für schnelle Verhandlungen mit USA



Brüssel (APA) - Wirtschaftsministerin Magarethe Schramböck (ÖVP) hat vor dem EU-Außenhandelsrat am Freitag betont, dass der Handelsstreit mit den USA ein wesentliches Thema des Treffens sein werde. Es sei wichtig, die „Gespräche rasch voranzuführen, um dann in echte Verhandlungen einzutreten, die am Beginn des nächsten Jahres stattfinden sollen“, erklärte Schramböck.

Es habe laufend Gespräche mit den USA gegeben, die EU habe sich dabei „sicher nicht nachsichtig, aber kooperativ“ gezeigt, betonte die Wirtschaftsministerin. Die Gespräche bauten auf den Vereinbarungen von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf, die Landwirtschaft sei dabei aber mit der Ausnahme von Sojabohnen kein Thema gewesen.

Zudem stünde das Thema FTI-Screening am Programm der Minister. Hier gehe es darum zu erkennen, wie Investitionen in Europa getätigt werden, um eine Sichtweise und Muster zu erkennen. Das betreffe freilich Investitionen aus allen Staaten, nicht nur aus China. „Wir sind hier schon sehr, sehr weit im Trilog und hoffen auf einen Abschluss bis Jahresende“, erklärte Schramböck.

Weitere Themen seien die Handelsabkommen mit Australien, Neuseeland und den Mercosur-Staaten. Nach der Wahl in Brasilien sei davon auszugehen, dass „man hier neuverhandeln möchte“. Offen seien bei den Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten noch die Frage der landwirtschaftlichen Produkte, „aber auch bei den Industrieprodukten und der Öffnung der Häfen sind wir uns noch nicht eins“. Klar sei aber, „es gibt keine Verhandlungen zu Themen, die Standards der Europäischen Union herunterfahren“, so Schramböck.




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