Letztes Update am Fr, 09.11.2018 11:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Syrien- Aktivisten: 22 Rebellen bei Regierungstruppen-Angriff getötet



Idlib (APA/AFP/dpa) - Bei einem Angriff syrischer Regierungstruppen in der Nähe der Provinz Idlib sind nach Angaben von Aktivisten 22 Rebellen getötet worden. Zudem seien Dutzende weitere Menschen bei der Attacke in der Provinz Hama verletzt worden, wie die oppositionsnahe „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mitteilte

Die Kämpfe innerhalb der geplanten entmilitarisierten Zone um die letzte verbliebene Rebellenhochburg in Syrien waren in der Nacht auf Freitag ausgebrochen, nachdem die syrische Armee eine Stellung der Gruppe Jaish al-Issa im Norden der Provinz Hama erobert hatte, so die Beobachtungsstelle. Die Kämpfe bei einer Stellung der Aufständischen seien die blutigsten, seitdem Russland und die Türkei sich im September auf die Errichtung einer demilitarisierten Zone in dem Gebiet geeinigt hatten.

Idlib ist die letzte große Rebellenhochburg in Syrien. Von Russland unterstützte Regierungstruppen hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes zurückerobert.

Ein türkisch-russisches Abkommen hatte im September eine Eskalation in Idlib verhindert und die Schaffung einer entmilitarisierten Zone vorgesehen. Seitdem kam es aber immer wieder zu Gefechten. Der jüngste Angriff habe die höchste Opferzahl in der geplanten entmilitarisierten Zone seit ihrer Einrichtung zur Folge gehabt, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der AFP. In der Region befinden sich etwa drei Millionen Zivilisten.




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