Letztes Update am Fr, 09.11.2018 12:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen mit Verlusten



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag einheitlich Verluste verbucht. Besonders deutliche Abschläge setzte es dabei in China.

In Asien dominierte dabei die Angst vor steigenden Zinsen in den USA. Diese könnten aufgrund der Kapitalabflüsse die nationale Währung Yuan unter Druck bringen. Dem gestern zu Ende gegangenen Zinssitzung der US-Notenbank Fed zufolge steht allerdings einer Leitzinserhöhung in den USA im Dezember nichts im Weg.

Durchwachsene Konjunkturdaten aus China haben am Freitag die Laune der Anleger in Asien weiter getrübt. So fiel im Oktober zum einen der Autoabsatz. Zudem war die Inflation in China im Oktober auf dem Niveau des Vormonats geblieben. Experten hatten das zwar so erwartet, doch blieb die Inflation trotz einer leichten Belebung in den vergangenen Monaten weiter unter der Vorgabe der Regierung von drei Prozent.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 236,67 Zähler oder 1,05 Prozent auf 22.250,25 Punkte. In Tokio sorgte einmal mehr die Berichtssaison für Kursausschläge. Stärkster Tagesgewinner im Leitindex waren die Aktien des Zementspezialisten Taiheiyo mit einem Plus von 7,38 Prozent. Verluste gab es unter anderem für die Ölwerte. So bauten JXTG ein Minus von mehr als 5 Prozent und Inpex gaben 3,92 Prozent ab.

Aktien des Öl- und Gaszulieferunternehmens Chiyoda sackten in Tokio um mehr als 15 Prozent im Leitindex ab. Das Unternehmen hatte zuletzt Halbjahreszahlen vorgelegt. Den Zahlen zufolge waren die Umsätze um fast die Hälfte geschrumpft. Unterm Strich stand ein Verlust von 108 Mrd. Yen. Grund dafür ist eine Abschreibung auf das Cameron Flüssiggasprojekts (LNG) in den USA.

Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 625,80 Zähler (minus 2,39 Prozent) auf 25.601,92 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel 36,76 Punkte oder 1,39 Prozent auf 2.598,87 Punkte.

An der Börse in Hongkong gab es zum Wochenabschluss im Leitindex nur Verlierer. Besonders stark rutschten die Papiere des Technologieriesen Tencent ab - sie verloren 4,90 Prozent an Wert. Wie auch anderswo in Asien mussten die Ölwerte deutlich Federn lassen - CNNOC waren der zweitschwächste Wert an der Kurstafel mit einem Minus von 4,38 Prozent. Petrochina verloren 2,31 Prozent.

Auch die Märkte in Australien und Indien zeigten sich klar schwächer. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 4,9 Zähler oder 0,08 Prozent auf 6.011,00 Einheiten. Insbesondere die Rohstoffwerte zeigten sich mit klaren Abgaben: Origin und South32 verloren je mehr als 2 Prozent. Woodside notierten 1,31 Prozent leichter.

Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 35.158,55 Zählern mit minus 79,13 Punkten oder 0,22 Prozent.




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