Letztes Update am Fr, 09.11.2018 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl - SPÖ-Staudinger: „Jede Stimme zählt“



Bregenz (APA) - Für den Vorarlberger SPÖ-Landesvorsitzenden Martin Staudinger zählt bei der EU-Wahl am 26. Mai „jede Stimme, um die Sozialdemokratie zur stärksten Kraft im Europaparlament zu machen“. Dabei gehe es nicht im Kern darum, dass einzelne Kandidaten ein Mandat erhalten. Zentrale Anliegen der aus Vorarlberg Nominierten auf der SPÖ-Liste sind der Kampf für eine Sozialunion und gegen Steuerflucht.

Staudinger bedauerte bei der Kandidatenpräsentation am Freitag die stets niedrige Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl und warb für eine Beteiligung. Die Menschen sähen häufig die Notwendigkeit nicht, zu wählen, regten sich dann aber über Brüssel auf. Hier müsse man allerdings selbstkritisch anmerken, dass die Politik „oft erst ein halbes Jahr vorher draufkommt“ und erst dann mehr Öffentlichkeitsarbeit betreibe. Auch in den Medien stünden häufig Entscheidungen des Rats im Vordergrund, weniger jene des bürgernäheren EU-Parlaments. Viele Menschen merkten aber, dass es gesamteuropäische Lösungen brauche. Gerade in Vorarlberg im Vier-Ländereck lebe man Europa jeden Tag.

Die Ländle-SPÖ nominierte den 30-jährigen AK-Juristen Nathaniel Heinritz aus Feldkirch. Seine Kandidatur auf Platz elf sah der stv. Vorsitzende der Jungen Generation als „Feuertaufe“. Der Arbeitsrechtler will sich für die Einrichtung einer EU-Arbeitsagentur einsetzen. Es gebe in Brüssel 30.000 registrierte Lobbyisten, nur zwei Prozent davon seien Arbeitnehmerinteressensvertreter. Man müsse weg von der Wirtschaftsunion, hin zu einer Sozialunion. Auf Platz 20 kandidiert die 39-jährige Krankenschwester Patrizia Zangerl aus Hohenweiler (Bezirk Bregenz), Betriebsrätin im LKH Bregenz und GÖD-Landesvorstandsmitglied. Ihr Anliegen sind vor allem EU-weite soziale Mindeststandards.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA294 2018-11-09/12:48




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