Letztes Update am Fr, 09.11.2018 13:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Novomatic-Tochter Admiral unterstreicht wirtschaftliche Bedeutung



Wien (APA) - Die beiden Novomatic-Töchter Admiral Casinos & Entertainment AG und Admiral Sportwetten GmbH rufen laut einer Economica-Analyse durch ihre Geschäftstätigkeit eine fast drei Mal so hohe Wertschöpfung und Beschäftigung hervor, als sie selbst generieren. Die Bruttowertschöpfung erhöhe sich durch indirekte und induzierte Effekte von 81,4 auf 217,2 Mio. Euro, so Economica-Vorstand Anna Kleissner.

Der Glücksspiel- und Sportwettenkonzern leiste damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft sondern und sei auch als verlässlicher Arbeitgeber in Österreich bedeutsam, meinte Monika Racek Vorstandsvorsitzende Admiral Casinos & Entertainment am Freitag bei einem Pressegespräch in Wien. Admiral schaffe und sichere gerade auch im ländlichen Raum Arbeitsplätze

Über den direkten Wertschöpfungsbeitrag hinaus werden zur Berechnung des gesamten Bruttowertschöpfungsbeitrages auch noch jene Effekte berücksichtigt, die entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette und durch sogenannte Einkommenseffekte ausgelöst werden.

Der Bruttowertschöpfungsbeitrag von 217,2 Mio. Euro entspricht laut der Vorständin des Wirtschaftsforschungsinstitutes etwa dem Wertschöpfungsbeitrag der Branche „Herstellung von Sportgeräten“. Der Wertschöpfungsmultiplikator betrage 2,67, der Anteil am Bruttoinlandsprodukte mache 0,06 Prozent aus.

Der die Beschäftigung betreffende Multiplikator liege mit 2,75 ebenfalls sehr hoch, so Kleissner. Die 1.382 direkt in den beiden Unternehmen beschäftigten Personen würden indirekt und induziert 3.804 Beschäftigungsverhältnisse sichern. Das entspreche etwa dem doppelten der Branche „Wasserversorgung“.

Regional fällt laut Analyse der größte Teil der Wertschöpfung und Beschäftigung in Niederösterreich an, wo sich auch die Firmenzentrale befindet, und Wien.

Da 83 Prozent der Bruttowertschöpfung auf Personalausgaben und nur 12,3 Prozent auf Gewinne bzw. 4,7 Prozent auf Abschreibungen entfallen, sollte Admiral als Arbeitgeber besonders wichtig genommen werden, meinte Kleissner.

Laut Jürgen Irsigler, Geschäftsführer von Admiral Sportwetten unterstütze das Unternehmen 234 Vereine, davon rund 200 aus dem Bereich Amateursport. 50 Prozent des Marketings gingen in Sportsponsoring, davon 35 Prozent in den Amateursport.

Laut Racek hat die Admiral Casinos & Entertainment AG rund 250.000 registrierte Kunden, von denen aber nur etwa die Hälfte aktiv seien. Admiral Sportwetten hat laut Irsigler rund 20.000 bis 25.000 aktive Kunden. Der Onlinebereich mache 10 bis 20 Prozent aus und wachse sehr stark.

Racek wünscht sich vom Gesetzgeber vor allem eine effektivere Bekämpfung des illegalen Glücksspiels. „Das Verbot in Wien hat den Effekt nicht erreicht. Die Kunden suchen sich Möglichkeiten“, meinte Racek. Sie kritisierte auch die gegenüber den Bundesvorgaben noch strengere Regulierung in Oberösterreich. Der gewünschte Effekt werde auch dort nicht erreicht, weil die Kunden etwa nach Niederösterreich ausweichen würden. „Die Regulierung sollte streng aber nicht überschießend sein, weil sonst das Angebot uninteressant wird“, meinte Racek. Für eine Aufhebung des Automatenglücksspielverbotes in Wien sieht Racek derzeit keine Anzeichen. „Ich kann nur hoffen“, so die Vorstandschefin.

Irsigler wünscht sich eine Harmonisierung der seit 2012 unterschiedlichen neun Landesgesetze bezüglich Sportwetten. „Es ist schwer, permanent die Regulierung umzusetzen und einzuhalten“, so Irsigler. Das könne auch nicht im Sinne des Spielerschutzes sein.




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