Letztes Update am Fr, 09.11.2018 13:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verein Wiener Jugendzentren feiert den 40er



Wien (APA) - Jung geht anders: Der Verein Wiener Jugendzentren ist längst kein Teenager mehr, er feiert heuer sein bereits 40-jähriges Bestehen. Die Zielgruppe hat sich aber nicht geändert. Kinder und Jugendliche - sie sind meist zwischen zehn und 19 Jahre alt - werden an 38 fixen Standorten in 17 Bezirken betreut, wie am Freitag in einer Pressekonferenz erläutert wurde.

Gegründet wurde der Verein 1978 in der Brigittenau. Er sei ein integraler Bestandteil der Stadt, lobte Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) - wobei er darauf verwies, dass insgesamt 23 geförderten Vereine in der Jugendarbeit tätig sind. Der städtische Verein Wiener Jugendzentren ist der größte unter ihnen, er erhält jährlich 14,5 Mio. Euro Basissubvention.

Durchschnittlich kommen 75 Besucher pro Tag in eine der Kids-Begegnungszonen, wobei betont wird, dass die Hälfte davon Stammgäste sind. Einen Konsumzwang gibt es dort nicht. Bei den jüngsten Gästen, so war heute zu erfahren, ist das Geschlechterverhältnis noch sehr ausgeglichen. Später überwiege der Burschenanteil - da Buben offenbar Räume rascher für sich in Anspruch nehmen, wie es heute hieß.

Darum arbeite man daran, junge Frauen zu unterstützen, sich den Raum zu nehmen, der ihnen zustehe, wie die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, SPÖ-Gemeinderätin Marina Hanke, erklärte. Auch der gendersensiblen Jugendarbeit ist ein aktueller Schwerpunkt gewidmet. Denn es gebe immer vielfältigere Lebensentwürfe, gleichzeitig aber auch den Trend hin zu konservativen Rollenbildern, wie Vereinsobfrau Ilkim Erdost befand. Man ermögliche Jugendlichen darum, über das eigene Geschlechterverhältnis nachzudenken bzw. zu reden.




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