Letztes Update am Fr, 09.11.2018 13:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen bauen zu Mittag Verluste aus



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf ihre Verluste ausgebaut. Zuvor waren auch die Vorgaben aus Asien klar negativ ausgefallen. Dort hatten schwache Konjunkturdaten aus China sowie enttäuschende Verkaufszahlen aus der Automobilbranche Verunsicherung gebracht.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 26,18 Einheiten oder 0,81 Prozent auf 3.211,42 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 11.459,02 Punkten und minus 68,30 Einheiten oder 0,59 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 57,88 Zähler oder 0,81 Prozent und steht nun bei 7.082,80 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront stehen in den USA am Nachmittag einige Veröffentlichungen an. Es werden unter anderem das aktuelle Michigan Sentiment sowie auch die Kern-Erzeugerpreise für Oktober veröffentlicht.

Bei den Sektoren in Europa waren die Rohstoffwerte mit starken Abschlägen behaftet. Auch Banken- und Ölwerte zeigten sich klar schwächer.

Drohende politische Regulierungen der Bankenbranche in Mexiko haben am Freitag die Kurse spanischer Großbanken belastet. In Madrid sackten Aktien von BBVA um mehr als 6 Prozent ab und Santander verloren 2,46 Prozent. Die neue mexikanische Regierung unter Präsident Andres Manuel Lopez Obrador plant beispielsweise eine mögliche Abschaffung von Gebühren für das Geldabheben am Automaten und für das Ausdrucken von Kontoauszügen.

In Frankfurt sackten Aktien von ProSiebenSat.1 weitere 5 Prozent ab. Bereits unmittelbar nach der gestrigen Zahlenvorlage waren die Papiere um mehr als 15 Prozent abgerutscht. Bei den Münchnern hatte erneut das Werbegeschäft enttäuscht. Der Konzern will jetzt einen größeren Teil seiner Dividende einbehalten und in Wachstum investieren.

An der Börse London waren die Bergbauwerte klar schwächer. Anglo American verloren als tagesschwächster Wert 4,10 Prozent, Antofagasta 3,25 Prozent und BHP gaben 3,30 Prozent ab. Beim Schweizer Rohstoffhändler Glencore waren es 3,43 Prozent Minus.

Kursgewinne im FTSE-100 setzte es für die Tabakwerte. Imperial Brands legten um 1,65 Prozent zu und British American Tobacco stiegen um 0,16 Prozent. Zuletzt hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet, dass die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA über bestimmte Verkaufsbeschränkungen für e-Zigaretten nachgedacht hat. Der Verkauf von e-Zigaretten online wird ebenfalls nur unter Auflagen möglich.

Die Zurückhaltung chinesischer Touristen in Europa beim Kauf von Luxusgütern wie Schmuck und Uhren hat den Schweizer Konzern Richemont gebremst. Zwar stiegen die Verkäufe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 dank anhaltend guter Nachfrage vor allem nach Schmuck um mehr als ein Fünftel, wie Richemont am Freitag mitteilte. Richemont-Aktien verloren in Zürich mehr als 6 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA341 2018-11-09/13:42




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