Letztes Update am Fr, 09.11.2018 15:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzgitter: Haben keine Rückstellungen für Kartellverfahren



Salzgitter/Essen/Linz (APA/Reuters) - Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter sieht im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Bundeskartellamts über möglicherweise wettbewerbswidrige Absprachen in der Branche keine Notwendigkeit zur finanziellen Vorsorge. Das Unternehmen habe keinerlei neue Erkenntnisse über Kartellverfahren im Stahlbereich und habe dafür auch keine Rückstellungen gebildet, so ein Sprecher am Freitag.

Salzgitter ist wie ThyssenKrupp Gegenstand der Ermittlungen. ThyssenKrupp hatte am Donnerstag mitgeteilt, seine Jahresziele wegen für das Verfahren gebildeter Rückstellungen verfehlt zu haben. Auch die oberösterreichische voestalpine hat noch zwei Kartellverfahren offen - im Bereich Grobbleche und im Bereich Edelstahl.

ThyssenKrupp Steel Europe AG sei neben anderen Firmen und Verbänden der Stahlbranche Gegenstand laufender Ermittlungsverfahren des deutschen Bundeskartellamts zu mutmaßlichen Kartellabsprachen in der Vergangenheit, erklärte der Konzern. Dabei gehe es um die Produktgruppen Grobblech und Qualitätsflachstahl.

Rund um das Grobblechkartell ermittelt das deutsche Kartellamt früheren Berichten zufolge auch gegen die voestalpine mit Sitz in Linz. Am 12. September 2017 waren dazu auch Geschäftsräume in der Voest-Konzernzentrale durchsucht worden. Der Aktienkurs des Unternehmens sank Freitagnachmittag gegenüber dem Vortagesschluss um 3,3 Prozent auf 30,94 Euro - zwischenzeitig war das Papier im Tagesverlauf zwischen fünf und sechs Prozent eingebrochen.

~ ISIN DE0006202005 DE0007500001 AT0000937503 WEB http://www.salzgitter-ag.com/

http://www.thyssenkrupp.com/de/

http://www.voestalpine.com ~ APA424 2018-11-09/15:28




Kommentieren